DEL - Straubing Tigers enttäuschen gegen gut aufgelegte Düsseldorfer bei der 1:3 Niederlage

straubing deb 12022017 1

 

(DEL/Straubing) (MA) Gespannt war man im Lager der Tigers auf Neuzugang Josh Nicholls. Der Kanadier wurde Anfang der Woche von den Colorado Eagles aus der ECHL Liga verpflichtet und gab einen soliden Einstand. Weniger solide kann man den Auftritt der Tigers bezeichnen. Knapp vierzig Minuten waren sie gegen Düsseldorf unterlegen. Diese fingen erst sehr spät mit dem Tore schießen an, hatten es aber nach einer leidenschaftlichen Leistung verdient die drei Punkte mit ins Rheinland zu nehmen. Sollte sich bei den Leistungen der Tigers keine Besserung einstellen, wird es noch einen dramatischen Endspurt um die Playoffs geben.

 

 

Straubing setzte im ersten Drittel die Akzente und war auch die aktivere Mannschaft. Zwar dauerte es einige Minuten bis die Fans den ersten Torschrei auf den Lippen hatten aber die Chancen summierten sich mit der Zeit. Mike Hedden versuchte es per Bauerntrick, Steven Zalewski schoss knapp am Tor vorbei und Mike Connolly vergab ebenfalls in aussichtsreicher Position. Wenn schon nicht die Stürmer bei den Tigers treffen, dann ist immer noch auf die Verteidigung verlass. Jamie Bettauer (18.) wurde in Überzahl schön frei gespielt und knallte den Puck aus kurzer Distanz in die Maschen. Die Gäste waren bemüht mit dem Tempo mitzuhalten. Mitten in die Drangphase der Tigers schlich sich Strodel, der bei einem Break nur ganz knapp an Matt Climie scheiterte. Da man in Straubing weiß wie schwer man sich mit Teams wie Düsseldorf immer schon getan hat, hielt sich die Freude über die Pausenführung in Grenzen.

 

 

Mit dem Eröffnungsbully zum zweiten Abschnitt schien sich die Partie etwas zu drehen. Zumindest drehten die Gäste von Beginn an auf. In den ersten Minuten hatten Brandt, Yip und Collins den Ausgleich auf dem Schläger. Aber hier kam das Problem der DEG deutlich zum Vorschein. Sie nützen ihren klaren Chancen einfach nicht. Als im ersten Abschnitt noch wenig vom Neuzugang Nicholls zu sehen war, fand er immer mehr die Bindung zum Spiel. Bei einem drei auf eins Konter bediente er Mustergültig Mike Hedden, der jedoch vergab aus aussichtsreicher Position. Dem Spielverlauf her hätte eine höhere Führung für die Tigers sichtlich gut getan, blieben die Gäste stets gefährlich und feuerten aus allen Lagen. Zeitweise nahmen die Düsseldorfer die Hintermannschaft dermaßen in die Mangel dass einige dachten sie würden Karussell fahren. Verwunderlich dabei schien das sich die DEG auf läuferische Fähigkeiten und einfaches Eishockey beschränkte. Nur ihrer Chancen ausbeute blieben sie treu. Die blieb bei Null und auch der Spielstand änderte sich gegenüber dem ersten Drittel keineswegs, obwohl Kreutzer und Bowman den Puck sogar noch auf dem Silbertablett serviert bekamen.






Dem geneigten Zuschauer war schwer zu erklären was sich im letzten Abschnitt abspielte. Weiterhin war Düsseldorf am Drücker. Zuerst verpasste noch Collins den ausgleich aber auch die Tigers hatten nicht mehr die nötige Durchschlagskraft nach vorne. Je länger das Spiel dauerte desto mehr zeichnete sich das ab was die letzten acht Minuten passierte. Den 1:1 Ausgleich in Überzahl besorgte der junge Maximilian Kammerer (52.). Die Tigers die bereits vorher schon den Faden verloren hatten, bekamen eine weitere Möglichkeit in Überzahl. Dieser Schuss ging allerdings nach hinten los. Daniel Kreutzer luchste die Scheibe an der eigenen blauen Linie ab und erzielte das 1:2 für seine Farben. Das zustande kommen wirft jedoch Fragen auf. Bei diesem Break in Unterzahl waren vier Spieler beteiligt. Den nötigen Einsatz und Leidenschaft erkannte man aber nur bei einem 37-jährigen Stürmer der mit dem Puck den beiden Verteidigern davon lief und auch noch Goalie Climie ziemlich alt aussehen lies.

 

 

Dieses Tor war bezeichnend für das Spiel der Tigers ab dem zweiten Drittel. Am Ende brachte auch die Auszeit und die Herausnahme von Climie nichts mehr ein. Bernhard Ebner erzielte den 1:3 Endstand (60.) und besiegelte eine völlig verdiente Niederlage für die Tigers. Die Niederlage hätte durchaus noch höher für die Tigers ausfallen können, wären die Rheinländer nicht so dermasen fahrlässig mit ihren Chancen umgegangen. In Straubing kann man einiges mit dem Etat der Mannschaft begründen alles aber nicht und sollte man nicht die nötige Einstellung schnell ändern, kann man früher in Bedrängnis kommen als einem lieb sein kann.

 

 

Stimmen zum Spiel:

 

Christof Kreutzer (Düsseldorf): "Ich denke den Sieg haben wir uns verdient. Wir sind zwar in Rückstand geraten aber haben nie aufgegeben, uns immer wieder Chancen erarbeitet. Climie hat vor allem im zweiten Drittel stark gehalten. Im letzten Abschnitt haben wir nicht ganz unverdient dann auch die Tore erzielt und am Dienstag geht es nach Köln mit dem gleichen Engagement wie heute."

 

 

Larry Mitchell (Straubing): "Wir waren etwas nervös am Anfang, konnten aber dann das erste Tor erzielen. Im zweiten Abschnitt war Düsseldorf stärker, da hat Matt Climie uns viel geholfen. Im letzten Drittel war es ausgeglichen aber uns hat eine Führung über 50 Minuten nicht ausgereicht um heute zu gewinnen. Alles hängt jetzt eng zusammen und das spricht für die DEL das es schwer ist ein Spiel zu gewinnen egal gegen wen man spielt. Zu Neuzugang Josh Nicholls kann ich sagen dass er uns helfen kann. Sicher muss er sich noch an die größere Eisfläche gewöhnen. Aber er hat heute eine seiner Stärken gezeigt und das ist sein große Übersicht. Er wird sicherlich nicht Jeremy Williams eins zu eins ersetzen können, aber er wird uns sicherlich eine Hilfe sein."

 

 

Spiel vom 12.02.2017


Straubing Tigers - Düsseldorfer EG  (1:0|0:0|0:3)

 
1:0 |18.|Jamie Bettauer (Connolly, Whitmore) PP1
1:1 |52.|Maximilian Kammerer (Ebner) PP1
1:2 |54.|Daniel Kreutzer SH 1
1:3 |60.|Bernhard Ebner EN

 

 

Strafen:
Straubing 4 - Düsseldorf 10


Zuschauer:
4.376

 


(Foto Birgit Häfner


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