DEL - Schwenninger Wild Wings unterliegen den Kölner Haien nach guter Leistung

Schwenningern 25092016. 2

 

(DEL/Schwenningen) (BM) Für beide Teams ging es um viel: Die Gäste könnten mit drei Zählern die direkte Playoff-Teilnahme sichern, Schwenningen besaß die Möglichkeit sich an den zehnten Tabellenplatz heranzuschleichen. Köln kam zur frühen Führung, allerdings gelang es Schwenningen noch vor der ersten Pause auszugleichen. Im Mittelabschnitt stellten die Domstädter die Weichen auf Sieg. Mit einem Zwei-Tore-Vorsprung ging es in den letzten Abschnitt. Die Wild Wings konnten zwar noch einmal verkürzen, Travis Turnbull stellte mit seinem zweiten Tor den alten Abstand wieder her. Kurz vor Ende traf Köln zum Endstand in das leere Tor.
 
Beide Teams gingen hochmotiviert in die Partie. Die erste Chance für die Gäste hatte Ryan Jones, der einen Schuss von Kai Hospelt knapp über das Tor lenkte. Auf der anderen Seite konnte Wesslau die erste Schwenninger Chance nur mit sehr viel Mühe entschärfen. In der sechsten Spielminute jubelten die Gäste zum ersten Mal. Zerressen brachte die Scheibe vor das Tor, wo Turnbull unhaltbar abfälschte. 
 
In der achten Spielminute hatte Schwenningen den Ausgleich auf dem Schläger. Nach einer tollen Kombination scheiterte Uli Maurer am langen Pfosten. Das Spiel nahm nun an Härte zu. Folgerichtig wanderten die ersten Spieler auf die Strafbank. Während beide Teams mit vier Feldspielern agierten, tat sich nicht viel. Gerade als die Gäste komplett waren brachte Jiri Hunkes die Hausherren zum Jubeln. Jake Hansen hatte zuvor vergeben. Will Acton schnappte sich die Scheibe und sah den freistehenden Hunkes. Bis zur Drittelpause bestimmten nun die Haie das Spiel, ohne aber zwingend vor das Schwenninger Gehäuse zu kommen.
 
Köln kam mit viel Druck aus der Kabine und schnürte Schwenningen im Verteidigungsdrittel ein. Als Köln kurz darauf in Überzahl agieren konnte, schien die erneute Führung nur eine Frage der Zeit zu sein, doch Schwenningen verteidigte konsequent und ließ nicht viel zu. Das Spiel wurde zunehmend ausgeglichener. Köln war zwar spielerisch besser, Schwenningen lauerte aber auf Konter und setzte viel Kampf und Herzblut entgegen. In der 27. Spielminute kam Jerome Samson frei zum Schuss. Wesslau konnte die Scheibe aber in das Fangnetz ablenken. Auf der Gegenseite sicherte Dustin Strahlmeier mit einem Hechtsprung die Scheibe.

 

 





Die nächste Großchance hatte erneut Schwenningen. Nach gutem Zusammenspiel mit Poukkula brachte Will Acton die Scheibe gefährlich auf das Tor der Domstädter. Im Gegenzug kam Mulock nach einem Fehlpass frei zum Abschluss. Dustin Strahlmeier blieb aber auch hier Sieger. Glück hatten die Kölner fünf Minuten vor der Drittelpause, als ein harter Check gegen Simon Danner nicht geahndet wurde. Kurz vor Drittelende wanderte Alex Trivellato auf die Strafbank. Jetzt sollte es klappen: Philip Gogulla traf zur erneuten Gästeführung.
 
Im direkten Gegenzug kam Will Acton zur Ausgleichschance. Bitter für Schwenningen: Nach einem hohen Stock von Kaijomaa mussten die Hausherren erneut in Unterzahl ran. Verwirrung gab es als die Haie jubelten und das Tor verschoben war.  Nach Sichtung des Videomaterials war aber sofort klar, die Scheibe war vor dem Verschieben hinter der Linie. Schwenningen ging also trotz guter Chancen mit einem Rückstand in die letzte Pause.
 
Die Neckarstäter durfte bereits nach gut einer gespielten Minute im Schlussabschnitt in Überzahl ran. Statt dem Tor traf Andreé Hult aber nur das Knie von Corey Potter. Kurz vor Ablauf der Strafe brachte Kaijomaa die Scheibe noch einmal auf das Tor aber Wesslau konnte mit der Stockhand klären. Schwenningen kämpfte weiter, vergab aber eine Chance nach der anderen. Zuerst scheiterte Samson (45.) direkt danach Gysbers  aus kurzer Distanz. In der 49. Minute keimte noch einmal Hoffnung in der Helios Arena auf. Nach einer tollen Kombination schloss Jerome Samson zum direkten Anschlusstreffer ab.
 
Köln wollte sich nicht auf ein spannendes Spiel einlassen und stellte nur eine Zeigerumdrehung später den alten Abstand wieder her. Erneut war es Travis Turnbull, der Dustin Strahlmeier in Baseball-Manier überwand. Schwenningen versuchte nochmal alles, scheiterte aber immer wieder an Wesslau. Gut eine Minute vor dem Ende traf Philip Gogulla in das leere Tor zur endgültigen Entscheidung.
 

Spiel vom 10.02.2017
 
Schwenninger Wild Wings - Kölner Haie
 

Tore:
 
0:1 |6.|Turnbull (Zerressen / Potter)
1:1 |12.|Hunkes (Hansen / Acton)
1:2 |39.|Gogulla (Hager / Jones)
1:3 |40.|Lalonde (Ehrhoff / Hager)
2:3 |49.|Samson
2:4 |50.|Turnbull 
2:5 |59.|Gogulla 
 
 
Zuschauer: 4741



 

Bericht: Benjamin Maser

Fotos: Jens Hagen


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