DEL - Siegesserie geht weiter, Thomas Sabo Ice Tigers schlagen auch Wolfsburg

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(DEL/Nürnberg) PM Nach dem 4:3-Sieg nach Verlängerung in Mannheim, dem sechsten Sieg in Folge, mussten die THOMAS SABO Ice Tigers am Sonntagnachmittag auf heimischem Eis gegen die Grizzlys Wolfsburg antreten. Die Ice Tigers zeigten sich mit dem Selbstvertrauen der Siegesserie von Beginn an hochkonzentriert und dominierten das erste Drittel nahezu nach Belieben.

 

 

Alleine in den ersten 70 Sekunden kam Nürnberg zu drei Möglichkeiten, Steven Reinprecht scheiterte an Sebastian Vogl, Milan Jurcina schoss knapp vorbei und David Steckel brachte den Puck mit der Rückhand nicht durch Vogls Schoner hindurch. In der 3. Minute musste der Wolfsburger Torhüter dann zwar hinter sich greifen, die Schiedsrichter erkannten den Treffer von Patrick Buzas aber nicht an. Buzas hatte den Puck in der Bremsbewegung mit dem Schlittschuh über die Linie bugsiert. Als Wolfsburgs Björn Krupp in der 6. Minute wegen Hakens auf der Strafbank saß, ließen die Ice Tigers dann aber keinen Zweifel mehr aufkommen. Jesse Blacker spielte an der blauen Linie quer, Patrick Reimer holte zum Schlagschuss aus und traf genau in den Winkel - 1:0 für Nürnberg. Die Grizzlys hatten ihre erste Möglichkeit durch Jeremy Dehner in der 7. Minute, sein Schuss von der blauen Linie ging aber knapp am langen Pfosten vorbei. Die Ice Tigers kontrollierten aber weiterhin das Spiel und erzwangen in der 9. Minute das 2:0. Die Reinprecht-Reihe schnürte die Gäste lange in deren Drittel ein. Mit zunehmender Zeit wurden die Beine der Grizzlys müder, Yasin Ehliz zwang Vogl mit einem flachen Schuss zum Abpraller, Patrick Reimer reagierte am schnellsten und drückte den Puck über die Linie.

 

 

Nach einem Bullygewinn von David Steckel kam Leo Pföderl aus der Drehung zum Abschluss, scheiterte aber mit einem etwas zu zentralen Handgelenkschuss am Wolfsburger Schlussmann (15.). Es war gleichzeitig die letzte nennenswerte Aktion in einem sehr einseitig geführten Drittel, in dem die Ice Tigers die klar bessere Mannschaft waren und sogar deutlicher hätten führen können. Im Mittelabschnitt änderten sich die Verhältnisse allerdings mehr und mehr. Wolfsburg kam besser ins Spiel und hatte phasenweise sogar die besseren Möglichkeiten. Die erste davon hatte Stephen Dixon, der wie aus dem Nichts völlig frei zum Abschluss kam, Jochen Reimer riss aber die Fanghand nach oben und hielt die Scheibe spektakulär fest. In der 27. Minute wurde es sogar noch enger, als Tyler Haskins im Fallen den Puck zum Tor bugsierte und Reimer den Puck mit der Kelle noch von der Linie kratzte.

 

 

In dieser Szene bekam Oliver Mebus eine Strafe wegen Hakens aufgebrummt. Wolfsburg ließ sich diese Chance nicht entgehen, Brent Aubin nutzte den Abpraller nach einem Schlenzer von Jeff Likens von der blauen Linie - nur noch 2:1 für Nürnberg (28.). In der 33. Minute fischte Steven Reinprecht einen hohen Pass aus der Luft, lief alleine auf Sebastian Vogl zu und schoss mit der Vorhand, traf aber nur den Pfosten. Es war die größte Nürnberger Chance im Mittelabschnitt, der vor allem gegen Ende extrem ruppig wurde. Vladislav Filin musste nach einem harten Check von Armin Wurm mit Verdacht auf Gehirnerschütterung in die Kabine, eine Strafe gab es allerdings nicht. Beide Teams schaukelten sich so hoch, dass es in der 39. Minute vor dem Nürnberger Tor eskalierte. Die Schiedsrichter schickten Jesse Blacker wegen eines vermeintlichen Stockstichs mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vorzeitig zum Duschen, Nürnberg musste fünf Minuten Unterzahl überstehen.

 

 

Da David Steckel wenige Augenblicke später wegen übertriebener Härte auf die Strafbank musste, sahen sich die Ice Tigers einer zweiminütigen, doppelten Unterzahl gegenüber. Diese überstanden die Ice Tigers durch aufopferungsvolle Arbeit im eigenen Drittel zwar mit Bravour, kurz vor Ende der fünf Strafminuten aus Blackers Spieldauer schlugen die Grizzlys dann aber doch zu und glichen zum 2:2 aus. Es war ein besonders bitterer Gegentreffer für die Ice Tigers, denn Robbie Bina schoss Stephen Dixon vor dem Tor an den Schlittschuh, von dort sprang der Puck über die Linie (43.). Die Ice Tigers zeigten sich durch den Rückschlag aber nicht geschockt, sondern fanden schnell zu ihrer überlegten, kontrollierten Spielweise zurück. Leo Pföderl setzte sich in der 46. Minute geschickt über die rechte Seite durch und schoss aus dem Handgelenk, Vogl konnte gerade noch parieren.

 

 

 





Nürnberg setzte nach, Andrew Kozek narrte Jimmy Sharrow mit einem schönen Move und schoss mit der Rückhand, Philippe Dupuis zog zum Tor und verpasste den Nachschuss nur knapp (48.). Die Ice Tigers drückten und wurden in der 51. Minute für ihre Mühen belohnt: Wolfsburgs Patrick Seifert musste von der Strafbank aus mit ansehen, wie Yasin Ehliz den Puck aus kürzester Distanz zum umjubelten 3:2 für die Ice Tigers über die Linie drückte. Von ihren Fans großartig unterstützt, überstanden die Ice Tigers die Wolfsburger Schlussoffensive schadlos und erzielten zwei Sekunden vor Schluss durch Phil Dupuis den 4:2-Endstand. Brandon Segal hatte aus dem eigenen Drittel aufs leere Tor geschossen, traf aber nur den Pfosten, so dass Dupuis nur noch abstauben musste. Durch den siebten Sieg in Serie kletterten die Ice Tigers in der Tabelle auf den zweiten Tabellenplatz.

 

 

Stimmen zum Spiel:

 

Pavel Gross (Wolfsburg): Ich gratuliere Nürnberg zum verdienten Sieg. Wir tun uns momentan ein bisschen schwerer und haben ein paar Spiele verloren. Nürnberg war am Anfang klar besser, wir haben das, was wir uns vorgenommen hatten, nicht umgesetzt. Im Verlaufe des Spiels sind wir besser zurückgekommen, aber dann waren es Kleinigkeiten, die das letzte Drittel entschieden haben. Wir haben zum Schluss eine faule Strafe genommen, die eine Mannschaft, die gerade einen Lauf hat, eben ausnutzt.

 

 

Rob Wilson (Nürnberg): Wir haben seit dem ersten Tag hart gearbeitet und waren deswegen auch beim dritten Spiel in sechs Tagen fit. Es war ein hartes Spiel heute, so wie immer gegen Wolfsburg. Ich bin sehr glücklich mit der Art und Weise, wie wir heute gespielt haben, vor allem im letzten Drittel. Das Powerplay hat bisher nicht so gut funktioniert, aber heute hat es uns die Entscheidung gebracht.

 

 

  1. 2. 3. OT PS Ergebnis
Ice Tigers 2 0 2 - - 4
Grizzlys Wolfsburg 0 1 1 - - 2
Tore:
Spielstand Zeit Torschütze 1. Assistent 2. Assistent Bemerkung
1:0 05:19 Reimer Blacker Reinprecht 5:4-Überzahl
2:0 08:39 Reimer Ehliz Jurčina  
2:1 27:08 Aubin Likens Voakes 5:4-Überzahl
2:2 42:57 Bina Dixon Dibelka 5:4-Überzahl
3:2 50:28 Ehliz Reimer   5:4-Überzahl
4:2 59:58 Dupuis Segal   5:4-Überzahl / ENG
Strafen:
Ice Tigers 19 Min + Spieldauer (Blacker)
Grizzlys Wolfsburg 14 Min
Allgemeine Informationen:
Zuschauer: 4448
Schiedsrichter: Marc Iwert, Marc Wiegand



(Foto Birgit Eiblmaier)


nuernbergMehr Informationen über die Thomas Sabo Ice Tigers erhalten Sie hier...

 

 

 

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