DEL - Eishockey-Fest vor 10.412 Zuschauer mit Punktgewinn gegen Berlin

(DEL-Düsseldorf) Nicht nur ein Hauch von Play-off-Atmosphäre wehte heute durch den mit 10.412 Zuschauern bestens gefüllten ISS DOME. Unzählige DEG-Fans und rund 1.500 per Sonderzug angereiste Berliner sorgten für eine prächtige Kulisse und bildeten einen würdigen Rahmen für das zweite Aufeinandertreffen zwischen der wunderbaren Düsseldorfer EG und den Eisbären Berlin binnen 48 Stunden. Am Freitag gelang der Truppe von Cheftrainer Christof Kreutzer ein unerwartet deutlicher 2:7-Erfolg in der Hauptstadt. Auch den nicht allzu fachkundigen Anwesenden war vor der Partie klar, dass heute eine weitaus engere Partie auf die Hausherren zukam. Letztlich gingen die Berliner nach einem 3:4 n.V. (0:1; 2:0; 1:2; 0:1) als Sieger vom Eis.

 

Das Tempo von Beginn an hoch mit kompakten Defensivabteilungen auf beiden Seiten. Die DEG wie schon am Freitag mit nur fünf Verteidigern, weil Stephan Daschner weiterhin an einer Handverletzung laboriert. Doch die fünf wackeren Verteidiger in rot-gelben Diensten machten ihre Sache gut und ließen anfangs nicht viele Schüsse auf Mathias Niederberger zu. Doch auch auf der Gegenseite wurde eng am Mann verteidigt und kein Zentimeter Eis freiwillig hergegeben. Petri Vehanen – Eisbären-Pendant von Niederberger – konnte sich zunächst auch auf seine Hintermannschaft verlassen. Die ersten Schussversuche auf Seiten der DEG erfolgten durch Olimb und Milley, aber Vehanen war stets zur Stelle. Für den DEL-Rekordmeister eröffnete Laurin Braun den Torschussreigen, zielte aber Niederberger genau auf den Brustpanzer, kein Problem.

 

(Foto Birgit Häfner / eishockey-online.com)

 

Dann bewies Berlin aber, dass sie zum Kreis der absoluten Spitzenmannschaften zählen und nutzten die erste kleine Unsortiertheit in der DEG-Defensive eiskalt aus. Florian Busch zog den Puck stramm in die Mitte des Slots und Barry Tallackson verlängerte die Scheibe ins Tor, keine Chance für Niederberger (13.). Nur wenige Sekunden danach hätte die DEG per Konterchance für den Ausgleich sorgen können. Preibisch platzierte sein Zuspiel auf Dmitriev perfekt, doch der bekam nicht genug von der Scheibe zu packen und Vehanen konnte sie unter sich begraben. Auch Bowman (zweimal im Nachfassen) und Olimb (Handgelenkrakete nach Zuspiel Strodel) hätten für den Ausgleich sorgen können, aber die Gäste nahmen die Führung mit in die erste Pause.

 

Den Mittelabschnitt begann die DEG in Überzahl und konnte aus diesem Vorteil zugleich Kapital schlagen mit einem Tor, wie es aufmerksame DEG-Fans diese Saison schon das ein oder andere Mal begutachten durften. Der klassische Milley eben. Technikexperte Milley bekam den Puck in seiner Lieblingsposition hinter dem Tor, schaute ganz in Ruhe, fand wie so oft den richtigen Zeitpunkt und spielte den Pass perfekt auf Olimb, der den Puck in die Maschen nagelte. Der viel umjubelte Ausgleich (22.). Die DEG wurde nun spielbestimmend und erarbeitete sich Chance um Chance. Berlin hatte alle Hände voll zu tun, um sich des DEG-Sturms zu erwehren.

 



 

Die nächste Großchance bot sich Alexei Dmitriev, als er aus der Drehung vor Vehanen völlig frei zum Schuss kam (25.). Noch im selben Wechsel hätte auch Lewandowski für die Führung sorgen können, aber der finnische Schlussmann der Eisbären bewies ein ums andere Mal seine Klasse. Es bedurfte letztlich wieder eines Powerplays für den nächsten Treffer. Kurz vor der Pausensirene hatten die Berliner nicht genau aufgepasst und einen Wechselfehler begangen. Die Folge: Überzahl DEG. Eben war Milley noch Passgeber gewesen, nun war er derjenige, der gefunden wurde. Ebner spielte die Scheibe quer rein und Milley verwandelte (40.). Die DEG ging mit einer verdienten Führung in die Pause.

 

Das letzte Drittel bot gleich zu Beginn wieder eine Überzahlchance für die DEG, diesmal sogar ein seltenes 4-gegen-3 und wieder waren die Hausherren erfolgreich. Lewandowski hämmerte einen Strahl ins Tor, kaum einer im Stadion konnte diesen Schuss optisch verfolgen, so schnell landete der in den Maschen (42.). Berlin steckte aber nicht auf, machte mächtig Druck und wollte unbedingt wieder rankommen. Travis James Mulock gelang dann auch relativ bald der Anschlusstreffer. Zweimal hatte Niederberger parieren können, doch beim dritten Nachschuss war er machtlos und die Gäste kamen wieder ran (46.). Die Kräfte bei der DEG schwanden ein bisschen und als dann auch noch Tim Conboy eine zehnminütige Disziplinarstrafe kassierte, wurde es besonders schwer. Mit nun nur noch vier Verteidigern musste die DEG den Rest der Partie überstehen.

 

Ganz kurze Wechsel, möglichst kraftsparendes Agieren war angesagt. Rönnberg, Davis, Ebner und Mapes, die vier wackeren Verteidigerlein taten alles, um sich für ihre DEG ins Zeug zu werfen. Das Spiel war nun irrsinnig hitzig und umkämpft. Gästetrainer Uwe Krupp war so emotional, dass er von den Schiedsrichtern gar auf die Tribüne geschickt wurde. Doch auch ohne ihn an der Bande schaffte seine Mannschaft den Ausgleich. Drayson Bowman bekam nach einer unglücklichen Szene eine Spieldauerdisziplinarstrafe und die DEG musste nun also mit nur vier Verteidigern und in Unterzahl agieren. Da war es dann Darin Olver, der die Lücke fand und den 3:3-Endstand nach 60 Minuten besiegelte. Beide Mannschaften konnten sich über einen verdienten Punkt freuen.

 

Die Strafe von Bowman lief natürlich weiter und kaum hatte die Overtime begonnen, war sie auch schon vorbei. Barry Tallackson lief ins Drittel und mogelte die Scheibe durch die Beine von Niederberger zum 3:4-Endstand.

 

Am Ende ein hart erkämpfter Punkt für unsere DEG, die sich aber nicht grämen muss. In einem ganz starken und heißen DEL-Spiel haben unsere Jungs mit einer Topmannschaft mitgehalten und insgesamt an diesem Wochenende vier von sechs möglichen Punkten gegen die Berliner eingefahren. Beide Cheftrainer betonten im Nachhinein, welch toller Eishockeysport mit Play-off-Charakter in diesen beiden Partien geboten wurde. Der Mammut-Januar geht schon am kommenden Wochenende mit zwei schweren Aufgaben weiter. Am Freitag gastieren die Thomas Sabo Ice Tigers im ISS DOME und am Sonntag geht es in den hohen Norden zu den Hamburg Freezers (17:45 Uhr, live auf Servus TV).

 

 

 

 


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