DEL - Thomas Sabo Ice Tigers gewinnen Derby gegen Augsburg dank 4 Überzahltore

Nuernberg(DEL-Nürnberg) Nach einer vor allem mental anstrengenden Trainingswoche mit viel Taktik-Coaching und Videoanalysen wollten die THOMAS SABO Ice Tigers im fränkisch-schwäbischen Derby gegen die Augsburger Panther endlich einmal wieder einen Heimsieg einfahren. Die Ice Tigers begannen auch hochkonzentriert und erzeugten von Beginn an viel Druck aufs Tor der Panther.

 

Kurtis Foster zog nach 30 Sekunden gefährlich ab, der Schuss wurde unterwegs abgefälscht und kam an den langen Pfosten zu Steven Reinprecht, der nur kanpp verpasste. Nach 82 Sekunden wurde es noch enger, als David Steckel ein Bully im Augsburger Drittel gewann, Sasa Martinovic nach vorne durchstoch und mit seinem zweiten Schuss nur den Innenpfosten traf. Der Puck trudelte der Torlinie entlang, Jeff Deslauriers brachte seine Fanghand aber im letzten Moment auf die Scheibe und hielt sie fest.

 

Nürnberg setzte aber nach und kam nach zwei Minuten und 22 Sekunden auch zum hochverdienten Führungstreffer. In Überzahl legte Steven Reinprecht mit der Rückhand ab in den Slot auf Leo Pföderl, der fackelte nicht lange und brachte den Puck durch Deslauriers' Schoner hindurch zum 1:0 über die Linie. Deslauriers war dabei die Sicht verdeckt, weil Dany Heatley perfekt vor ihm postiert war. Augsburg kam nur langsam ins Spiel und über Bretton Stamler zu einer Möglichkeit von der blauen Linie, Tyler Beskorowany hielt seinen Kasten zunächst aber sauber (9.). In der 17. Minute kombinierten die Ice Tigers glänzend über Patrick Buzas, Patrick Reimer und Steven Reinprecht, der 39-jährige Kanadier blieb aber im letzten Moment an Deslauriers hängen, so dass es nach 20 Minuten beim 1:0 blieb.

 

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(Foto Birgit Eiblmaier / eishockey-online.com)

 

Wie schon in den letzten Wochen starteten die Ice Tigers auch heute wieder seltsam lethargisch ins zweite Drittel und ließen die Augsburger Panther dadurch besser ins Spiel kommen. Augsburg hatte nun viel mehr Schüsse, Chancen und Spielanteile und glich in der 23. Minute verdient aus. Adrian Grygiel setzte sich hinter dem Nürnberger Tor durch und spielte nach vorne zu Matt MacKay. Der junge Stürmer zog ab, Beskorowany konnte nur abprallen lassen und Alexander Thiel drückte den Puck schließlich über die Linie - 1:1. Augsburg drängte auf die Führung, die aber die Ice Tigers mit einer ihrer wenigen gelungenen Aktionen im Mittelabschnitt erzielten. Sasa Martinovic gewann erst den Zweikampf im eigenen Drittel und spielte dann perfekt an die gegnerische blaue Linie, wo Steven Reinprecht durchstartete und Jeff Deslauriers mit einem flachen Schlagschuss durch die Schoner zur 2:1-Führung für die Ice Tigers bezwang.

 

Es war gleichzeitig auch der Zwischenstand nach 40 Minuten, obwohl Augsburg sechs Minuten in Überzahl spielte und 16 Mal aufs Nürnberger Tor feuerte. Im letzten Drittel knöpften die Panther an die Drangphasen des Mittelabschnitts an und erzielten in der 45. Minute den verdienten Ausgleich. Thomas Holzmann zog am Ende eines starken Augsburger Wechsels ab, Beskorowany konnte wieder nur abprallen lassen, Bretton Stamler stand goldrichtig - 2:2. In der 50. Minute gingen die Gäste dann sogar in Führung. Leo Pföderl saß gerade eine Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis ab, da zog T.J. Trevelyan von der linken Seite zum Tor und legte Beskorowany den Puck mit der Rückhand durch die Schoner - 2:3 aus Nürnberger Sicht.

 

 



 

Steven Reinprecht verpasste die direkte Antwort mit seinem Alleingang nur wenige Augenblicke später, als Deslauriers die Schoner rechtzeitig zusammen bekam. Die entscheidende Szene des Spiels ereignete sich dann in der 54. Minute. Im Zweikampf erwischte Evan Oberg Brandon Segal mit einem hohen Stock im Gesicht und musste folgerichtig mit einer Spieldauer unter die Dusche. Da Leo Pföderl kurz darauf auch noch von Brady Lamb niedergestreckt wurde, spielten die Ice Tigers in der 54. Minute in doppelter Überzahl. Zunächst konnten sich die Panther befreien, dann ging es aber ganz schnell:

 

Patrick Reimer spielte tief auf Steven Reinprecht, der passte quer auf Leo Pföderl, der am langen Pfosten nur noch einschieben musste und zum 3:3 traf. Nur 72 Sekunden später durften die Nürnberger Fans erneut jubeln, als Patrick Reimer den Puck vom Bullykreis per Direktabnahme zum 4:3 in die Maschen hämmerte. Die Ice Tigers hatten das Spiel gedreht, aber noch lange nicht genug. Nur 27 Sekunden nach dem Führungstreffer besorgte Kurtis Foster mit einem Schlenzer von der blauen Linie sogar das 5:3. Es war das vierte Powerplaytor der Ice Tigers an diesem Abend. Marius Möchel besorgte mit seinem Schuss ins leere Tor die endgültige Entscheidung, auch wenn Augsburg 13 Sekunden vor Schluss noch einmal auf 6:4 herankam. Am Nürnberger Sieg änderte das freilich nichts mehr. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber am Ende durften sich die Ice Tigers endlich mal wieder über einen Heimsieg freuen und kletterten damit in der Tabelle auf den fünften Platz.

 

Stimmen zum Spiel:


Mike Stewart: Unser Start war okay, die Ice Tigers waren aber läuferisch besser. Das erste Drittel hat den Ice Tigers gehört. Im zweiten Drittel haben wir das Geschehen übernommen, aber Nürnberg hat trotz unseres Drucks Qualitäten gezeigt und ein schönes Tor geschossen. Im letzten Drittel haben wir gut gearbeitet und wichtige Tore geschossen. Die entscheidenden Tore sind dann bei Nürnberger Überzahl gefallen. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen.

 

Martin Jiranek: Wir haben im ersten Drittel gut gespielt, momentan aber diese "Jekyll & Hide"-Mannschaft. Das hat man heute im zweiten Drittel wieder gesehen. Augsburg hat das zweite Drittel dominiert, das kann nicht sein. Die Konstanz fehlt uns zurzeit. Ich bin glücklich mit den drei Punkten, aber überhaupt nicht mit der Art und Weise, wie wir spielen. Wir hatten das Glück mit der Spieldauer, auch wenn das eine korrekte Entscheidung war. Wir sind noch einen weiten Weg weg von unserem Potenzial.

 

 

 

 


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