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DEL - Ohne Tore keine Punkte für die DEG beim 0:3 gegen Wolfsburg

(DEL-Düsseldorf)Nach dem erfreulichen Straßenbahnderbysieg am vergangenen Freitag in Krefeld bot sich für unsere DEG heute die Chance, das Wochenende gegen die Grizzlys Wolfsburg zu veredeln und eines der so begehrten Sechs-Punkte-Wochenenden hinzulegen. Doch die Gäste aus der VW-Stadt standen kompakt und die DEG litt an Abschlussschwäche, so dass die 5652 Zuschauer im ISS DOME eine 0:3-Niederlage (0:0; 0:1; 0:2) mitansehen mussten.

 

Es gibt sie in jeder Sportart: diese Spiele, die nicht so wirklich in die Gänge kommen wollen und beide Mannschaften zunächst nicht wirklich das abrufen können, zu dem sie eigentlich in der Lage sind. Diese Beschreibung passt ziemlich gut auf den ersten Spielabschnitt der Partie. Man kann nicht behaupten, Grizzlys und DEG hätten sich keine Mühe gegeben, aber die Begegnung war zerfahren und viele nennenswerte Chancen gab es auf beiden Seiten nicht zu verzeichnen.

 

Mal auf der einen Seite Rob Collins (5.), mal auf der anderen Jeff Likens (10.), doch alles nicht wirklich problematisch für Niederberger und Brückmann zwischen den vier Pfosten. Für den einzigen Zungenschnalzer des Drittels sorgte Alex Preibisch mit einem schönen Trick – jenseits des Atlantiks gerne als Spin-O-Rama bezeichnet – doch seine folgende scharfe Hereingabe verpasste der herangeeilte Marcel Brandt leider knapp. Folglich ein dem Spielverlauf absolut entsprechendes 0:0 nach 20 Minuten.

 

(Foto Birgit Häfner / eishockey-online.com)

 

Kurz nach Wiederbeginn dann eine Spieldauerstrafe gegen Gäste-Stürmer Gerrit Fauser. Er hatte Bernhard Ebner einen Check verpasst, den die Schiedsrichter als Check gegen Kopf und Nacken ahndeten. Die DEG mühte sich und versuchte aus der längeren numerischen Überlegenheit Kapital zu schlagen. Für die gefährlichste Szene zeichnete Rob Collins verantwortlich. Sein Schlenzer von der blauen Linie wurde mehrmals abgefälscht und konnte von Brückmann nur mit Mühe entschärft werden (23.). Doch Wolfsburg machte es gut in Unterzahl und stellte viel Pass- und Schusswege zu. Kaum wieder komplett, konnte Mark Voakes alleine auf Niederberger zufahren, der aber mit seinem schneeweißen Schoner rechtzeitig zur Stelle war.

 

Zwischenzeitlich beschlich einen das Gefühl, dass hier wohl keiner mehr treffen und wenn überhaupt dann mit einem dreckigen Tor. So kam es dann auch. Irgendwie tankte sich die orangene Sturmformation durch und Lubor Dibelka sah sich von Vincenz Mayer bedient und hielt einfach mal drauf. Niederberger war zwar irgendwie dran, aber leider nicht dran genug: 0:1 für die Gäste (36.). DEG-Coach Christof Kreutzer not amused, weil er im Vorfeld eine Abseitsstellung gesehen hatte, doch seine Beschwerde war vergeblich. Die Schiedsrichter erkannten auf Tor.

 



 

 

Mit Schwung und Elan kamen die Hausherren zurück aufs Eis, um das Spiel im Schlussabschnitt doch noch zu drehen. Doch als Daniel Kreutzer wegen eines Knie-Checks in der Kühlbox weilte, machten die Grizzlys kurzen Prozess und markierten mit einem schönen Powerplay-Treffer die Vorentscheidung. Voakes und Pfohl passten sich und den zum Abzug bereitstehenden Likens frei und der knallte das Spielgerät in die Maschen. Keine Chance für Niederberger (43.). Auch das nächste Powerplay nutzten die Gäste durch Robbie Bina (50.). Nun war die Luft raus und die Partie gelaufen. Wolfsburg gewann wegen der besseren Chancenverwertung letztlich verdient. Bei den Rot-Gelben muss dringend der Offensivknoten platzen, dann hätte man das heutige Spiel auch siegreich gestalten können.

 

Trainer Christof Kreutzer appellierte nach dem Spiel an alle Beteiligten, weiter hart und wenn es sein muss noch härter für den Erfolg zu arbeiten. „Wenn es mal nicht klappt, dann müssen die Spieler einen Schritt mehr machen, ich muss eine Ansage mehr machen und die Fans müssen ein Lied mehr singen. Nur gemeinsam können wir Erfolg haben.“

 

 


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