DEL - Die Iserlohn Roosters gewinnen gegen die Straubing Tigers 6:2 (3:1/3:0/0:1)

Iserlohn(DEL-Iserlohn) Ein Unterzahltreffer sorgte für Spielfreude, die den Straubing Tigers zum Verhängnis wurde. Der Angstgegner der letzten Jahre kassierte am Seilersee eine bittere Niederlage und die Roostersfans jubelten über einen weiteren, absolut bemerkenswerten Heimerfolg.

 

Spielerisch mithalten ist am Seilersee ein Wagnis. Das mussten in den ersten zwanzig Minuten auch die Gäste aus Niederbayern erkennen. Die wollten die ersten zehn Minuten ohne Gegentreffer überstehen, schafften das, hatten einen schwächeren Moment der Roosters und ein Powerplay – und kassierten das 0:1. Chad Bassen arbeitete gut an der Bande, erzwang den Scheibenverlust, spielte einen lockeren Pass auf den völlig frei stehenden Ross, der das erste Shorthanded Goal der Saison verbuchte (12.). Lavallée hatte gleich anschließend die nächste Chance, traf aber nur den Außenpfosten, bevor Michael Connolly für Straubing zum Ausgleich kam (15.). Diesmal stimmte die Zuordnung in der Iserlohner Defensivzone nicht, Connolly freistehend, wurde von Osterloh gefunden und brachte die Scheibe an Pickard vorbei ins Tor. Es war ein Treffer, der keine Wirkung hinterließ, ganz im Gegenteil sogar, vielmehr motivierte er. Nur 29 Sekunden waren nach dem Ausgleich gespielt, direkt im nächsten Wechsel jubelte wieder das Team vom Seilersee. Wieder arbeitete Bassen die Scheibe in die Gefahrenzone im Slot, Button stocherte nach, mit Straubinger Hilfe landete der Puck auf dem Schläger von Petersen, der zur erneuten Führung traf. Es war aber nicht der letzte geniale Moment des IEC. Wieder lief die Stadionuhr nur 77 Sekunden weiter bis Friedrich die Scheibe hinter dem Tigers-Tor erkämpfte, den genialen Pass auf Blank spielte, der aus kurzer Distanz zum 3:1 traf (16.). Auch, wenn es den Anschein machte, im Iserlohner Spiel lief nicht alles perfekt. Straubing aber war, anders als sonst, körperlich nicht präsent genug und eröffnete dem IEC so viel zu viel Raum.

 



 

Trotz Pause, trotz der direkten Einflussmöglichkeit von Trainer Larry Mitchell änderte sich daran auch zu Beginn des Mittelabschnitts nichts. Die Blau-Weißen sprühten weiter vor Spielfreude, der die Tigers nichts entgegen zu setzen hatten. Petersen und Bassen sorgten in der 24. Minute für den nächsten Doppelschlag binnen 35 Sekunden. Anschließend verließ Climie entnervt seinen Kasten, Strahlmeier kam und verschuldete nach einem schlechten Fanghandsave das 6:1 (30.).  Bis Drittelende hätte Caporusso mit einem Pfostenschuss für das 7:1 sorgen können, es blieb allerdings beim Vorsprung von „nur“ fünf Treffern.

 

Bemerkenswert war im Schlussdrittel, wie konzentriert die Sauerländer ihr Spiel fortsetzten. Niemand dachte an den Sonntag, jeder war sich der eigenen Aufgabe, der taktischen Marschroute des Trainers bewusst. So blieb das Match schnell, kamen die Pässe auf den Punkt, zeigte die Mannschaft, wie blind sie sich versteht. Chancen gab es zuhauf: Jaspers, Petersen, Caporusso – alle generierten Gelegenheiten. Auch deshalb wurde es für die Fans nicht langweilig, einzig der Torjubel fehlte, um den perfekten Abend noch ein wenig perfekter zu machen. Verdient endete die Partie nach Straubings 2:6 (58.) mit Standing Ovations in den Schlussminuten. Diese Mannschaft ist daheim wirklich eine Macht.


Die Statistik:

Roosters: Pickard – Button, Teubert; Côté, Lavallée; Orendorz, Raymond; Périard – York, Connolly, Dupont; Jaspers, Caporusso, Macek; Bassen, Ross, Petersen; Friedrich, Sylvester, Blank

Tigers: Climie (ab 23:51 Strahlmeier) – Edwards, Dotzler; Urban, Yeo; Madaisky, Jobke; Osterloh – Connolly, James, Bayda; Zalenwski, Röthke, Hedden; Brandl, Hinterstocker, Schönberger; Loibl, O´Connor, Höfflin

Schiedsrichter: Piechaczek (Landsberg), Rohatsch (Kempten)

Tore: 1:0 (11:24) Ross (Bassen/4:5), 1:1 (14:16) Connolly (James, Osterloh), 2:1 Petersen (Button, Bassen), 3:1 (15:33) Blank (Friedrich, Orendorz), 4:1 (23:16) Petersen (Button), 5:1 (23:51) Bassen (Petersen), 6:1 (29:22) Friedrich (Sylvester), 6:2 (57:34) Madaisky (Höfflin, O´Connor)

Strafen: Roosters: 6; Tigers: 6

Zuschauer: 4.479


Quelle: www.iserlohn-roosters.de

 

 

 

 


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