CHL2015 - Red Bulls München unterliegen Lukko Rauma im CHL-Sechzehntelfinale mit 3:5

Chl Logo(CHL-2014) Der EHC Red Bull München hat im Hinspiel des Sechzehntelfinales der Champions Hockey League beim finnischen Topteam Lukko Rauma eine 3:5-Niederlage (0:1|1:3|2:1) kassiert. Durch zwei späte Treffer wahrten sich die Münchner allerdings weiterhin alle Chancen auf den Achtelfinaleinzug.

 

Die Gäste aus der bayerischen Landeshauptstadt spielten vor 1.716 Zuschauern im ersten Drittel stark auf, gerieten in eigener Überzahl aber eine Sekunde vor Ende des ersten Abschnitts in Rückstand. Nach dem Ausgleich durch Michael Wolf zogen die Finnen innerhalb von vier Minuten auf 4:1 davon und waren fortan die bessere Mannschaft. Spätestens nach dem Gegentor zum 1:5 sah es für die Red Bulls schlecht aus, doch ein Kraftakt und späte Treffer von Daniel Sparre und Florian Kettemer brachten das Team zurück in dieses Sechzehntelfinale.

 

Schon beim ersten Shift wurde deutlich, was die Münchner in Rauma erwarten würde. Toni Söderholm, der Finne in Reihen der Red Bulls, wurde gleich einmal unsanft in die Bande befördert. Die Gäste hielten gegen die robusten Finnen jedoch gut dagegen und scheiterten kurz darauf in Überzahl gleich mehrfach an Lukko-Goalie Rasmus Rinne. Die Partie war auch in der Folge sehr intensiv. Die Finnen versuchten ihre läuferische Stärke auszuspielen, konnten sich gegen die disziplinierten Gäste aber nur selten durchsetzen. Nachdem die Münchner eine Unterzahlsituation schadlos überstanden hatten, prüfte Jeremy Dehner die Fanghand Rinnes (18.). Dann wurde es bitter für die Isarstädter, denn eine Sekunde vor der Drittelpause gingen die Hausherren mit 1:0 in Führung: In EHC-Überzahl spritzte Filip Riska in einen Querpass von Steve Pinizzotto, lief alleine auf Danny aus den Birken zu und ließ dem Goalie mit einem Schuss über die Stockhand keine Chance.

 

Die Red Bulls, die im ersten Drittel stark spielten und die Lukko-Offensive bei einer Schussstatistik von sieben zu drei im Griff hatten, lieferten kurz nach dem Seitenwechsel die perfekte Antwort. In Überzahl zog Richie Regehr von der blauen Linie ab. Kapitän Michael Wolf stand bei dem geblockten Schuss goldrichtig und legte die Scheibe zum Ausgleich über die Linie (21.). Nach chancenarmen 20 Minuten im ersten Abschnitt häuften sich nun auf beiden Seiten die Gelegenheiten. Uli Maurer verpasste die Gästeführung nur knapp, als er im Slot alleine gelassen wurde, mit seiner Direktabnahme allerdings am starken Rasmus Rinne scheiterte.

 

Kurz darauf hatten die Münchner eine Phase, die an die ersten Minuten des Mittelabschnitts gegen die Schwenninger Wild Wings erinnerten. Innerhalb von fünfeinhalb Minuten erzielten die Hausherren drei Treffer und zogen auf 4:1 davon. Zunächst brachte Janne Lahti Rauma in Führung. Nach einem geblockten Schuss und anschließendem Gestochere reagierte Lukkos Topscorer am schnellsten und drückte die Scheibe über die Linie (30.). Dann schlenzte Janne Niskala – ebenfalls in Überzahl – die Scheibe ins Tor. Danny aus den Birken hatte keine Sicht und daher keine Abwehrchance (33.). Und zwei Minuten später kurvte Toni Koivisto, der aktuell die Scorerliste der ersten finnischen Liga anführt, um das Tor und schlenzte die Scheibe über aus den Birkens Stockhand ins lange Kreuzeck. Danach fingen sich die Red Bulls wieder, sie konnten sich aber gegen die gut organisierte Defensive des Teams aus Rauma nicht durchsetzen.

 



 

Zu Beginn des Schlussabschnitts hatten die Münchner bei zwei Überzahlsituationen die Chance, ihre Ausgangsposition für das Rückspiel zu verbessern. Die Finnen spielten jedoch stark, ließen keine Möglichkeiten zu und blieben in Unterzahl mit Kontern gefährlich. Die größte Möglichkeit auf das 2:4 hatte dann Maximilian Kastner in der 46. Minute per Penalty, nachdem er zuvor bei einem Alleingang gelegt wurde. Er scheiterte jedoch an Rasmus Rinne, dem er die Scheibe mit der Rückhand durch die Beine legen wollte.

 

Sami Lahteenmaki verschärfte die Situation für die Gäste weiter, indem er einen Rebound nach einem Schuss von der blauen Linie, den Danny aus den Birken nur abprallen lassen konnte, ins leere Tor schoss (48.). Als alles auf einen deutlichen Sieg der Finnen und eine fast unlösbare Aufgabe für der Münchner für das Rückspiel hindeutete, schlugen die Red Bulls zweimal aus dem Nichts zu und brachten sich so zurück in dieses Sechzehntelfinale. Daniel Sparre fälschte einen Schuss von Steve Pinizzotto ab und verwandelte dann, nachdem Rinne abprallen ließ, den Nachschuss zum 2:5 (59.). Und es kam noch besser: Florian Kettemer profitierte bei seinem Handgelenkschuss 46 Sekunden vor Ende des Spiels davon, dass Lukkos Goalie die Scheibe zwischen Arme und Körper hindurchrutschte. Durch die beiden späten Treffer der Münchner erhöhten sie die Chance auf einen Einzug ins Achtelfinale beim Rückspiel am Oberwiesenfeld am 6. Oktober.

 

Es folgt die Auswärtspartie in Wolfsburg (25. September, 19.30 Uhr, Eis-Arena Wolfsburg). Das nächste Heimspiel des EHC Red Bull München findet am kommenden Sonntag, 27. September, um 17.45 Uhr gegen die Hamburg Freezers statt.

 

Endergebnis:

Lukko Rauma gegen EHC Red Bull München 5:3 (1:0|3:1|1:2)

 

Tore:

1:0 | 19:59 | Filip Riska

1:1 | 20:49 | Michael Wolf

2:1 | 29:37 | Janne Lahti

3:1 | 32:03 | Janne Niskale

4:1 | 35:04 | Toni Koivisto

5:1 | 47:50 | Sami Lahteenmaki

5:2 | 58:23 | Daniel Sparre

5:3 | 59:14 | Florian Kettemer

 

Zuschauer:

1.716

 

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