CHL Kompakt: Düsseldorf und Ingolstadt durch - Klagenfurt und Krefeld raus.

Chl Logo(CHL-2015) Nach dem EHC Red Bull München haben sich auch die Düsseldorfer EG und der ERC Ingolstadt für die k.O Runde der Champions Hockey (CHL) qualifiziert. Mit dem Aus des Klagenfurter AC beklagt hingegen Österreich das frühe aus des Rekordmeisters. Die Krefeld Pinguine unterlagen eine kuriose Partie gegen die Vienna Capitals und sind ebenfalls fix letzter in der Gruppe "J".

 

 

TPS Turku – Düsseldorfer EG 1:2 n.P (1:1/0:0/0:0/0:1)

 

Die Düsseldorfer EG startete in Finnland ordentlich in die Partie und erspielte sich von Beginn an mehrere Torchancen, welche das Team von Christoph Kreutzer, der unter besonderer Beobachtung der CHL stand, jedoch noch nicht nutzen konnte. Die Hausherren machten das zunächst besser und gingen durch Tomi Kallio, der Bobby Goepfert unglücklich tunnelte, erwartungsgemäß mit 1:0 in Führung (14.). Die DEG setzte allerdings ihr starkes Spiel fort und kam verdient zum Ausgleich. Kapitän Daniel Kreutzer erzielte noch vor der Pause den 1:1 Ausgleich (19.).

 

Im Mittelabschnitt wurden die Hausherren besser und strapazierten die DEG Defensive enorm. Publikumsliebling Bobby Goepfert parierte aber nicht nur sensationell einen Penalty sondern auch sämtliche Tormöglichkeiten der Finnen und hielt somit das 1:1 bis in die zweite Pause fest.

 

Im Schlussdrittel gestaltete sich erneut ein offenes Spiel mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten. Keines der beiden Teams konnte aber die Führung erzielen, sodass es in die Verlängerung ging. In der Overtime hatte die DEG die Möglichkeit den Siegtreffer zu erzielen, Tim Conboy beschwerte sich allerdings zu sehr beim Schiedsrichtergespann und wurde ebenso in die Kühlbox geschickt. Nach 65 Minuten gab es weiterhin keinen Sieger.

 

Auch im Shootout mussten sich die Zuschauer gedulden. Nachdem jeweils die ersten Vier Schützen ihren Anlauf nicht nutzten, war es Rückkehrer Eduard Lewandowski, dem nicht nur der Schuss zum Auswärtssieg sondern auch in die k.O Phase der Champions Hockey League gelang und die Rheinländer neben dem EHC Red Bull München als zweites DEL Team vorzeitig qualifizierte.

 

ERC Ingolstadt – Vaxjö Lakers 5:3 (0:0/3:2/2:1)

 

Der ERC Ingolstadt tat sich gegen den schwedischen Meister und damit Favoriten lange schwer. Nach einem torlosen ersten Abschnitt gingen die Gäste verdient durch Patrik Lundh mit 1:0 in Führung (26.). Danach kamen aber auch die Schanzer besser ins Spiel und erspielten sich mehrere Torszenen. Tomas Kubalik erzielte den 1:1 Ausgleich (33.). Fortan nahm die Partie ordentlich Fahrt auf. Etwas mehr als zwei Minuten später gingen die Schweden erneut in Front. Diesmal war es Cory Murphy, der Timo Pielmeier bezwang (35.). Der Vizemeister der vor einer Woche in Schweden eine klasse Partie ablieferte hatte aber sofort wieder die passende Antwort parat und kam durch Jared Ross zum 2:2 Ausgleich (35.). Die Oberbayern hatten das Spiel nun im Griff und setzten durch einen Treffer von John Laliberte nicht nur noch einen drauf, sondern erkämpften sich doch noch die 3:2 Pausenführung nach 40 gespielten Minuten.

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(Foto: Catrin Russ)

 

Im Schlussabschnitt knüpfte die Partie dann an das Hinspiel vor einer Woche an. Als zunächst Thomas Greilinger die Führung auf 4:2 ausbaute (52.) verkürzte Lakers Stürmer Liam Reddox auf 4:3 (56.). Der SHL Meister aus Vaxjö war fortan alles nach vorne und nahm gewohnter weiße den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Dies nutzten allerdings die Oberbayern. Jared Ross markierte mit seinem empty – net Treffer den 5:3 Endstand vor enttäuschenden 2.092 Zuschauern in der Audistadt.

 

Der ERC Ingolstadt ist somit nach München und Düsseldorf der dritte DEL Klub, der sich für das Sechzehntelfinale der Championshockeyleague (CHL) qualifizieren konnte.

 

(Aus Ingolstadt, Mathias Funk)

 



Krefeld Pinguine - UPC Vienna Capitals 5:6 (2:3/3:1/0:2)

 

Den besseren Start erwischten die Gastgeber: Nur dreieinhalb Minuten nach dem Face-Off brachte Topscorer Pietta seine Pinguine nach einen unglücklichen Rebound von der Bande in Führung. Die UPC Vienna Capitals reagierten postwendend mit einem wunderschön herausgespielten Ausgleichstreffer. In einem 2on1 zeigte Rafael Rotter gute Übersicht und spielte den Puck schön zu dem mitgelaufenen Derek Whitmore, der das 0:1 damit nur 45 Sekunden später
egalisierte. Die Caps hatten das Geschehen in den Folgeminuten in der Hand. Ein harter Schlagschuss von Troy Milam (nach Hartl-Zuspiel) vom rechten Bullykreis bedeutete das 2:1 aus Wiener Sicht, knapp drei Minuten später folgte sogar das 3:1. Andreas Nödl behielt den Überblick und spielte den alleine im Slot postierten Macgregor Sharp an, der wenig Mühe hatte, den Puck an Krefelds Torhüter Duba vorbei zu bringen. Duba hatte sich bei diesem vergeblichen Rettungsversuch ohne Fremdeinwirkung verletzt, die Deutschen waren zu einem Torhüterwechsel gezwungen.

Kev Vs. Wien

(Foto: Ralf Schmitt)

In einem Powerplay brachten sich die Caps nach Wiederbeginn vorerst um die Früchte ihrer Arbeit. Obwohl in Überzahl, kassierten die Wiener zwei Gegentore. Plötzlich lag Krefeld mit 4:3 in Front. Aufregung herrschte nur wenig später nach einem Open-Ice-Hit von Mario Fischer an Daniel Pietta, der von den Referees als Check gegen den Kopf gewertet wurde – der Arbeitstag von Fischer war damit vorzeitig beendet. Daniel Pietta musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ebenfalls vom Eis. Die UPC Vienna Capitals überstanden die fünfminütige Unterzahl. Just als die identen Kräfteverhältnisse wieder hergestellt waren, bejubelten die Krefelder ein weiteres Tor. Nach einem schönen Querpass von Driendl sorgte Hauner mit einem One-Timer für die zwischenzeitliche 2-Tore Führung der Deutschen. Die Mannschaft von Jim Boni antwortete noch im Mitteldrittel. Nach einer schönen Kombination im Powerplay über die Stationen McLean, Pretnar und Gamache kam der Puck zum aufgerückten Verteidiger Patrick Peter, der seine Mannschaft damit wieder auf 4:5 heran brachte. Im Schlussabschnitt gelang den UPC Vienna Capitals bald der Ausgleich. Simon Gamache erkämpfte sich den Puck an der blauen Linie, umkurvte einen Gegenspieler, bevor er mit einem Handgelenkschuss in die obere Ecke das 5:5 erzielte. Das spielentscheidende Tor gelang Derek Whitmore mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend. Whitmore sorgte mit einem scharfen Schuss aus spitzem Winkel für den Sieg. Dieser gelang auch deshalb, weil Nathan Lawson in weiterer Folge bei Aktionen von Driendl und Hauner die Oberhand behielt. Krefeld riskierte nach einem Time-Out knapp
eine Minute vor der Schlusssirene nochmals alles, doch auch ein sechster Feldspieler brachte keinen Ausgleichstreffer. Mit diesem Erfolg haben die UPC Vienna Capitals vier Punkte und den zweiten Tabellenplatz errungen. Am Samstag endet die Vorrundengruppe „J“ mit dem Spiel zwischen den Caps und Oulu.

 

 

 

 

HC Kosice – Klagenfurter AC 2:1 n.P (0:0/1:0/0:1/1:0)

 

In der Steel Arena in Kosice kam es am Abend zu einem wahren Endspiel um die k.O Phase der CHL. Nachdem die Hausherren am vergangenen Freitag mit 0:1 in München verloren und auch Klagenfurt beide Spiele gegen den EHC versemmelte, mussten die Slowaken als auch die Österreicher gewinnen um weiterhin europäisch mitwirken zu dürfen.

 

Vor 4.437 Zuschauern war der HCK klar tonangebend, konnte sich jedoch in den ersten 20 Minuten ebenso wie der KAC keinen Vorteil erspielen. Im Mitteldrittel dauerte es dann bis zur 35. Minute, ehe Jiri Bicek zur längst überfälligen 1:0 Führung einnetzte. Von den Kärntnern war bis dato kaum etwas nennenswertes zu sehen.

 

Im Schlussabschnitt warfen die Klagenfurter dann nochmals alles nach Vorne und erzwangen den dringend notwendigen 1:1 Ausgleich durch den Ex- Landshuter Offensivverteidiger Kevin Kapstad. Der US- Boy brachte die Rotjacken somit in die Verlängerung, in der jedoch kein Sieger hervorging.

 

Im folgenden Penaltyschießen sorgte erneut Jiri Bicek für das Weiterkommen der Slowaken und dem vorzeitigen Aus des EBEL Klubs und österreichischem Rekordchampion.

 

 

 

 

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