Entstehungsgeschichte Schwenningen

Schwenninger Wild Wings

 

Die Geschichte:

1904 wird der Schwenninger Schwimm- und Eisclub gegründet. Im gleichen Jahr feiert die Eisbahn in Schwenningen die Eröffnung. Dem Puck wird allerdings erst ab 1927 nachgejagt. 1931 und 1933 stößt der Schwenninger ERC bis in die Vorrunde zur deutschen Eishockeymeisterschaft vor. Dort ist aber jeweils Endstation. Nach dem Zweiten Weltkrieg beginnen die Eishockeyspieler im Großverein VfL Schwenningen. Die Eisfläche wird in einer Schwenninger Reithalle aufbereitet. 1948 ist die alte Heimat wieder aufgebaut und weitere zwei Jahre später wird der VfL Schwenningen erneut umbenannt. Seit 1960 stand das Kürzel „SERC“ für Schwenninger Eis- und Rollsportclub. 1968 schließlich hat die alte Natureisbahn ausgedient und das Eissportzentrum am Bauchenberg wird feierlich eröffnet.

 

Ab 1976 spielt der Schwenninger ERC in der Oberliga. Zur gleichen Zeit bekommt das Stadion am Bauchenberg eine Überdachung. Der steile Aufstieg der Schwenninger setzt sich weiter fort. Ab 1979 spielt man in der 2.Eishockeybundesliga, ab 1981 sogar in der höchsten deutschen Spielklasse der 1.Eishockeybundesliga. Das bis dahin erfolgreichste Jahr in Schwenningen wird 1990 verzeichnet. Unter dem tschechischen Trainer Vaclav Nedomansky hinter der Bande erreicht der Schwenninger ERC die Play-Off Runde. Vaclav Nedomansky wird jedoch später von Jaroslav Maly abgelöst. In einer bis dahin kuriosesten Play-Off Serie (fünf Auswärtssiege) gegen die Berliner Preußen gelingt der Einzug in die Play-Off Halbfinalserie. Dort sorgt der Schwenninger ERC mit drei Niederlagen in Folge und einem Torverhältnis von 16:29 Toren für den nächsten Rekord. Danach ging es in Schwenningen steil bergab. Nach der Spielzeit 1992/1993 folgte sogar der tiefe Sturz in die Zweitklassigkeit.

 

Zum ersten Mal seit dem Bundesligaufstieg 1981 mussten die Schwenninger in die Play-Down. Gegen die Berliner Eisbären, die später auch zum Angstgegner der Schwenninger wurden, sowie den Lokalrivalen aus Freiburg produzierten die Schwenninger einen glatten Durchmarsch. 7 Spiele und 7 Niederlagen, eine ernüchternde Bilanz. Doch das Glück kam unverhofft. Der Deutsche-Eishockey-Bund e.V. entzog dem Lokalrivalen EHC Freiburg die Spiellizenz für die Spielzeit 1993/1994 und die Schwenninger blieben in der 1.Eishockeybundesliga. Dort mussten die Schwenninger wieder in die Play-Down Serie, und wieder wartete der Angstgegner EHC Eisbären Berlin. Und wieder gab es ein Debakel. Viermal gingen die Berliner Eisbären als Sieger vom Eis. In der 2. Runde der Play-Down gegen den EC Ratingen verliert man auch die ersten beiden Spiele, doch dann rappelten sich die Schwarzwälder auf. Am Ende gelang im siebten und entscheidenden Play-Down Spiel vor heimischer Kulisse ein 5:4-Sieg. Der EC Kassel, damals Zweitligist, hatte in der darauffolgenden Qualifikationsrunde zur 1.Eishockeybundesliga nicht den Hauch einer Chance. Der Schwenninger ERC blieb erstklassig.

 

Die Lizenzerteilung für die neu gegründete Deutsche-Eishockey-Liga DEL 1994/1995 stellte für den damals solide geführten Schwenninger ERC kein Problem dar. Somit sind die Schwenninger Wild Wings, so der neue Name, einer von 18 Gründungsmitgliedern der neugeschaffenen Deutschen-Eishockey-Liga DEL. Es folgten Jahre in der Deutschen-Eishockey-Liga zwischen „Gut und Böse“. Es folgte dann die geschichtsträchtige DEL-Spielzeit2001/2002. Die Schwenninger Wild Wings lagen nach einem kuriosen Start an der Tabellenspitze der Deutschen-Eishockey-Liga DEL. Danach wurden die Schwenninger durchgereicht und nach Abschluss der Vorrunde 2001/2002 zierte man das Tabellenende. Somit mussten die Schwarzwälder in die erstmals eingeführten Play-Downs. Gegner waren die finanziell angeschlagenen Berlin Capitals aus der Berliner Hauptstadt.



In einer nervenaufreibenden und spannenden Play-Down Serie mussten die Schwenninger über die volle Distanz von sieben Spielen und konnten im entscheidenden siebten Spiel bei den Berlin Capitals mit 7:5 gewinnen und sorgten dafür das die Berlin Capitals, immerhin ein Gründungsmitglied der 1994 neu geschaffenen Deutschen-Eishockey-Liga DEL, erstmals aus der Deutschen-Eishockey-Liga DEL absteigen mussten und sich nur kurze Zeit später sogar aus finanziellen Gründen auflösten und nie wieder in der Deutschen-Eishockey-Liga DEL auftauchten. Der sportliche und finanzielle Kollaps der Schwenninger Wild Wings konnte gerade noch einmal so verhindert werden. Der finanzielle Kollaps kam dann doch völlig überraschend während der Spielzeit 2002/2003. Die Schwenninger Wild Wings mussten am 21.11.2002 den Gang vor den Konkursrichter antreten.

 

Somit wurde den Schwenningern automatisch die DEL-Zulassung entzogen und standen somit schon während der DEL-Spielzeit 2002/03 als erster sportlicher Absteiger fest. Diese spielten die DEL-Spielzeit 2002/2003 sportlich fair noch zu Ende und zogen sich nach Abschluss der Spielzeit 2002/03in die 2.Eishockeybundesliga zurück, wo das längerfristige Ziel bei den Schwarzwäldern ist, wieder in die Deutsche-Eishockey-Liga DEL zurückzukehren, und das auf gesundem Boden. In den darauffolgenden Jahren etablierten sich die Schwarzwälder als gestandenes Mitglied der 2.Bundesliga. Während der IIHF-Eishockeyweltmeisterschaft 2012 trat jedoch plötzlich der DEL-Ligist EHC München an die Schwarzwälder heran, mit dem Kaufangebot die DEL-Lizenz der Münchener, um dessen finanzielle Probleme zu lindern.

 

Die Schwenninger zeigten reges Interesse an der DEL-Lizenz, planten plötzlich auch mit der DEL 2012/13, jedoch traten die Verantwortlichen der Wild Wings doch aufgrund der Hinhaltetaktik der bayerischen Landeshauptstädter vom Kaufvertrag letztendlich wegen Planungsunsicherheit zurück, obwohl dieser bereits unterschriftsreif Vorlage. Beinahe wären die Schwarzwälder wieder in der Deutschen-Eishockey-Liga DEL gewesen, dennoch entschieden sich die Schwenninger für den Verbleib in der 2.Eishockey-Bundesliga. Nach Abschlu0 der Spielzeit 2012/13 wandte sich der DEL-Klub der Hannover Scorpions an die Schwarzwälder zum Ankauf dessen DEL-Lizenz. Nachdem der Finalgegner und sportlicher Meister der 2.Bundesliga, die SC Bietigheim-Bissingen Steelers, durch die Hannover Scorpions eine Absage erhielten, erhielten die Schwarzwälder für ca. 1,2 Mio. Euro den Zuschlag und am 23.05.2013 wurde im Schwarzwald der Traum nach 10 Jahren DEL-Abstinenz wieder war.

 


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