Eishockeygeschichte München

Entstehungsgeschichte RedBull München

 

Die Geschichte :

Als im Jahr 1912 mit der Deutschen-Eishockeymeisterschaft begonnen wurde, war mit dem MTV 1879 München auch ein Münchener Eishockeyclub dabei. Zwei Jahre später konnte der MTV München einen achtbaren dritten Platz erreichen. In der Folgezeit etablieren sich die Spieler des MTV München in der deutschen Leistungsspitze und durchbrachen am 20.02.1922 mit dem Gewinn der Deutschen-Eishockeymeisterschaft gegen den SC Riessersee erstmals die damalige Vorherrschaft des altehrwürdigen Berliner Schlittschuhclubs. Damals konnte noch niemand ahnen, dass dieser Meistertitel auf Generationen hinaus der letzte Titel für ein Münchener Eishockeyclub sein sollte, obwohl es einige beherzte ersuche gab, das Kunststück von Garmisch aus dem Jahr 1922 zu wiederholen.

 

In den 30iger Jahren versucht sich zunächst der Münchner EV, der dreimal bis in die Endrunde der Deutschen-Eishockeymeisterschaft vordringen konnte, um danach für längere Zeit in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Die meisten der talentierten Münchener Spieler versuchten da schon längst bei anderen Klubs ihr Glück. Im Jahr 1964 ging der Münchener EV eine damals außerordentliche spektakuläre Fusion mit dem FC Bayern München ein, und stieg 1967 unter der Regie von Dr. Jano Starsi tatsächlich in die 1.Eishockeybundesliga auf. In der neu erbauten Olympiaeissporthalle auf dem Oberwiesenfeld wurde gespielt und das gar nicht einmal so schlecht. Da das mit den teuren Stars erkaufte Gastspiel des FC Bayern München in der 1.Eishockeybundesliga war aber nur eine unbefriedigte Rendite, so dass der damalige Präsident des FC Bayern München, Wilhelm Neudecker zwei Jahre später gleich die gesamte Eishockeyabteilung samt Mannschaft ohne viel Federlesens einfach auflöste. Zähneknirschend musste das Münchner Eishockey wieder ganz von vorne anfangen, zumal auch der Münchener EV ausgerechnet im Olympiajahr 1972 in München seine Mannschaft samt Spieler von Spielbetrieb abmeldete. Der mit jungen Spielern aus der Konkursmasse der Eishockeyabteilung des FC Bayern München aufgefüllte Kader des EHC 70 München schaffte es immerhin bis in die 2.Eishockeybundesliga und unter dem finnischen Trainer Seppo Liitsola gelang 1980 sogar der umjubelte Aufstieg in die 1.Eishockeybundesliga.

 

Obwohl immer wieder Spieler wie Holecek, Josef Schlickenrieder sr., Dieter Medicus, Repo, Adlmeier, Max Fedra oder Peter Mangold für den EHC 70 München auf dem Eis standen, erfolgte schon ein Jahr später der Abstieg aus der 1.Eishockeybundesliga, und im März 1982 folgte letztendlich der Konkurs des EHC 70 München. Nach dieser Pleite starteten einige unverbesserliche Eishockeyenthusiasten mit der verbliebenden Jugend des EHC 70 München den nächsten Versuch, und gründeten des EC Hedos München, der seinen Namen übrigens einer Firma des großen Mäzen Roland Holly zu verdanken hatte. Nach kurzer Anlaufzeit begann Ende 1983 unter Spielertrainer Jiri Kochta der steile Aufstieg des EC Hedos München, das viele Münchener neugierig auf das Münchener Eishockey machte. So wollten 1.200 Fans das Landesligaderby gegen den ebenfalls neu entstandenen SC München sehen. Der EC Hedos München entwickelte sich langsam, aber sich zum Zuschauerkrösus. Mit einem Zuschauerschnitt von 1.850 Zuschauern belegte der Regionalligist EC Hedos München im Jahr 1985 den 20.Platz in der deutschen Zuschauerliste im Eishockey, auch wenn die Fans ihre Mannschaft nur noch gelegentlich mit „EHC-Schlachtrufen“ anfeuerten und der Stadionsprecher des Öfteren eingreifen musste. Zweieinhalb Jahre später wusste freilich jeder in München, was Sache war, denn der Emporkömmling war auf seinem Durchmarsch bereits in der 2.Eishockeybundesliga angelangt.

 

Von nun an ging man in die Vollen. Trainer Peter Ustorf wurde von niemand anderen als Ulf Sterner, dem schwedischen Weltmeister von 1962, der kurz darauf als erster Europäer in der nordamerikanischen National-Hockey-League spielte, abgelöst. Dazu verpflichtete der EC Hedos München Granaten wie Ignaz Berndaner, David Betz, David-Stuart Morrison und Jeffrey-John MacLeod, und wäre trotz der weiterhin extrem steilen Erfolgskurve beinahe vorzeitig gescheitert. All diese Stars in München erhielten solch großzügige Bezüge, dass nicht einmal ein Zuschauerschnitt von 5.000 Zuschauern das dicke Finanzloch stopfen konnte, und der Spielbetrieb kurzfristig in Frage gestellt war. Fortan rollten in München Köpfe. Eine neue Führungsmannschaft, bestehend aus dem Präsidenten Dr. Berthold Jakob und Franz Hofherr, sollten das schlingernde Vereinsschiff des EC Hedos München wieder in ruhige Gewässer führen. Auch Trainer Jiri Kochta, Mitbegründer des EC Hedos München und Vater des Aufstieges bis in die Oberliga, kehrte nach München zurück. In der folgenden Spielzeit belegte der durch einige erfahrene Spieler verstärkte Mannschaft des EC Hedos München den zweiten Platz und in der aufstiegsrunde legten die Schützlinge unter Trainer Jiri Kochta jedoch einen Fehlstart hin. Als sich jedermann bereits auf eine weitere Spielzeit in der 2.Eishockeybundesliga eingerichtet hatte, leistete sich die Konkurrenz einige gravierende Ausrutscher und der EC Hedos München setzte mit einem furiosen Endspurt nach einem dramatischen Finale den nie und nimmer erwarteten Aufstieg in die 1.Eishockeybundesliga.

 



 

Sportlich lief es hervorragend, nur wirtschaftlich hatte der EC Hedos München weiterhin sehr große Sorgen. Um dem mittlerweile erfolgsverwöhnten Münchener Eishockeypublikum eine schlagkräftige und konkurrenzfähige Mannschaft präsentieren zu können, musste der finanziell sehr angeschlagene EC Hedos München stets auf dem Transfermarkt kräftig zuschlagen. Und es kam das, was die Spatzen in München schon von den Dächern riefen. Im Herbst 1990 stand der EC Hedos München kurz vor dem Konkurs. Nach den obligatorischen Quälereien in der Führungsspitze musste der umstrittene Präsident Dr. Berthold Jakob seinen Hut nehmen. Andreas Geißl nahm das Heft in die Hand und die finanzielle Lage des EC Hedos München entspannte sich ein wenig. In der neuen Spielzeit 1990/1991 schwebte der EC Hedos München in akuter Abstiegsgefahr und mit Hängen und Würgen sprang am Ende gerade noch ein neunter Platz heraus. Um diesen erneuten Misserfolg entgegenzuwirken rüstete nun der EC Hedos München erneut auf, als ginge es zum jüngsten Gericht. Letztendlich zahlten sich die stetigen Verstärkungen in der Spielzeit 1993/1994 zumindest sportlich aus, als der EC Hedos München letzter Deutscher Eishockeymeister der 1.Eishockeybundesliga wurde, denn zu Beginn der Spielzeit 1994/1995 wurde die Deutsche-Eishockey-Liga DEL eingeführt, wo auch die Maddogs München, vormals EC Hedos München als Gründungsmitglied dabei waren.

 

Schon zu Beginn der ersten DEL-Spielzeit entwickelte sich in München ein Chaos, nachdem der EC Hedos München, Vorgänger der Maddogs München, zu sehr über seine Verhältnisse gelebt hatte. Und es kam erneut das, was viele in München bereits erwartet hatten. Die Maddogs München, immerhin letzter amtierender Deutscher Eishockeymeister der 1.Eishockeybundesliga, mussten nach dem 27.Spieltag am 19.12.1994 Insolvenz anmelden und melde seine Mannschaft einfach vom DEL-Spielbetrieb ab. Die Maddogs München waren auf einmal von der Deutschen-Eishockeylandkarte verschwunden. Zu Beginn der Spielzeit 1995/96 tauchte dann plötzlich mit dem ESC München ein neuer Eishockeyverein in der Isarstadt auf, der einen Neuanfang des Münchner Eishockeys zuerst im bayerischen Landesverband versuchte. Innerhalb von nur zwei Jahren stieg der ESC München bis in die Bayernliga auf, Mit Beginn der Spielzeit 1999/00 war man dann doch wieder plötzlich über Nacht in der Deutschen-Eishockey-Liga DEL vertreten. Diesmal profitierten die München Barons, so der neue Name, von dem finanziell angeschlagenen DEL-Nachbarn des EV Landshut. Die München Barons, die dank eines tüchtigen Hauptsponsors nur so mit Geld um sich schmissen, erkauften sich einfach die DEL-Spiel Lizenz des EV Landshut. Im Gegenzug wurde der EV Landshut saniert und startete einen Neuanfang in der Oberliga-Süd. In der Zwischenzeit bildete sich mit dem HC 98 München ein weiterer neuer Eishockeyclub in München. Der ESC München profitierte somit auch von dem DEL-Lizenzkauf der München Barons des EV Landshut.

 

Aus diesem Grund durfte der ESC München in der Landesliga Bayern starten. Zurück zu den München Barons. Auf Anhieb platzierten sich die München Barons Dank leistungsstarker Spieler auf Platz zwei nach der Vorrunde. In der Play-Off Runde wurde alles mehr oder weniger ziemlich kompromisslos beseitigt, was sich den Baronen in den Weg stellte. Zum Höhepunkt der Spielzeit 1999/2000 wurde der Titelverteidiger Kölner EC Haie mit einem „Sweep“ (3:0-Serie)vom Titel des Deutschen-Eishockeymeisters entthront. Die München Barons wurden somit als sogenannter „Neuling“ auf Anhieb Deutscher-Eishockeymeister, dieses gab es bis dahin in der Deutschen-Eishockeygeschichte noch nicht. Auch der ESC München stieg in der Spielzeit 1999/2000 auf Anhieb in die Bayernliga auf. Zu Beginn der Spielzeit 2002/2003 folgte ein erneutes Novum à la Marke München. Die Gesellschafter der München Barons beschlossen den Umzug der Barone nach Hamburg in die neue Color-Line Arena. Die München Barons mutierten zu den Hamburg Freezers (Kühlschränke). Just zu diesem Zeitpunkt schaffte der ESC München nach nervenaufreibenden Play-Off Finalspielen der Bayernliga gegen den alten Rivalen der Star Bulls aus Rosenheim letztendlich verdient den Aufstieg in die bundesweite Oberliga und wurde durch den Umzug der Barone nach Hamburg, sowie durch den Aufstieg in die Oberliga, die tragende Eishockeykraft in München. Nur weitere zwei Jahre später schaffte der mittlerweile in EHC München ungenannte ESC als deutscher Oberligameister nach einem 4:3-Sieg und einer 3:5 Niederlage nach Penaltyschießen im Oberliga Play-Off Finale gegen die ESC Eislöwen Dresden sogar den Aufstieg in die 2. Eishockeybundesliga.

 

Der Eishockeysport in München war nach endlosen Jahren wieder salonfähig geworden und die Zuschauer honorierten die diesmal ehrliche Arbeit des EHC München. Dennoch, der EHC München stand nach Abschluss der Spielzeit 2006/07 vor dem finanziellem Aus. Angefangen von der exorbitanten Stadionmiete (mehrere hunderttausend Euro), über die Nebenkosten (allein 15.000 Euro für die Spielerparkplätze neben dem Stadion), die eingeschränkten Vermarktungsmöglichkeiten durch die Verträge mit der Olympiapark GmbH bis hin zu der schlechten Infrastruktur rund um die Olympiaeissporthalle, stellten den EHC München nach Abschluss der Spielzeit 2006/2007 vor scheinbar unlösbare Probleme. Dem EHC München verblieb bis Mitte Mai 2007 Zeit, das „kleine Wunder“ zu schaffen, um sich somit weitere Sponsoren zu verschaffen. Hätte der EHC München nicht geschafft weitere Sponsoren zu finden, hätte der EHC München den Spielbetrieb erneut in der bayerischen Landeshauptstadt einstellen müssen, und wieder wäre ein erneuter Versuch, das Münchner Eishockey salonfähig zu machen durch die Verwaltung der Landeshauptstadt München im Schatten des großen FC Bayern München zu Nichte gemacht worden und München wäre wieder von der deutschen Profieishockeylandkarte verschwunden.

 

Nach dem finanziellen Kollaps der Maddogs München (ehem. EC Hedos München) während der DEL-Spielzeit 1994/1995 und dem allein aus finanziellen Gründen vollzogene Umzug der München Barons, leider nichts Neues in der bayerischen Landeshautstadt. Letztendlich konnte der EHC München am 18.05.2007 deutlich die Meldung herausgeben, dass es in der bayerischen Landeshauptstadt auch weiterhin Profieishockey geben wird, wenn auch „zunächst“ nur in der 2.Eishockeybundesliga. Neue Hoffnungen in der bayerischen Landeshauptstadt kamen auf, als der EHC München als Tabellenzweiter die Vorrunde 2008/2009 abschloss und auch gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven im Play-Off Viertelfinale wie auch gegen die EVR Tower Stars Ravensburg im Play-Off Halbfinale keinerlei Schwierigkeiten hatten, und plötzlich die Tür für einen Aufstieg in die Deutsche-Eishockey-Liga DEL sehr weit aufgegangen war. Im Finale stellte sich aber der Klassenprimus der 2.Eishockeybundesliga, der SC Bietigheim-Bissingen, den Münchnern in den Weg, so dass man den sportlichen Aufstieg in die Deutsche-Eishockey-Liga DEL verpasste.

 



 

Kurz danach keimten jedoch große Hoffnungen in München auf einen Aufstieg in die Deutsche-Eishockey-Liga DEL dennoch auf, jedoch nur auf dem Weg des „grünen Tisches“ als der Meister der 2.Eishockey-Bundesliga (SC Bietigheim-Bissingen) wegen finanzieller Probleme sowie mangelnden intrastrukturellen Voraussetzungen für einen DEL-Aufstieg auf den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse verzichtete und der EHC München auf ein Nachrückrecht als Vizemeister der 2.Eishockeybundesliga hoffte. Dieser Traum zerplatzte jedoch aufgrund des seit Jahren andauernden Streites zwischen der Deutschen-Eishockey-Liga DEL und der Eishockeyspielbetriebsgemeinschaft ESBG über die Auf- und Abstiegsregellungen zwischen den beiden Ligen recht schnell, da sich beide Verbände erneut nicht über eine Auf- und Abstiegsregelung einigen konnten. In der Spielzeit 2009/2010 klappte dann der Sprung in die Deutsche-Eishockey-Liga DEL, zunächst sportlich zumindest. Als Tabellenzweiter gingen die Münchner in die Play-Offs. Im Viertelfinale (Lausitzer Füchse Weißwasser) sowie im Halbfinale (Tower Stars Ravensburg) gab es letztendlich keinerlei Probleme. In der Finalserie stellten sich mit den Schwenninger Wild Wings ein Ex-DEL-Club und Tabellenerster nach der Vorrunde, die mit einem Sweep (3:0-Siege) besiegt werden konnten, so dass mit dem 25.04.2010 der sportliche Sprung in die Deutsche-Eishockey-Liga DEL als Meister der 2.Eishockeybundesliga geschafft werden konnte.

 

Während der Weltmeisterschaft 2010 in Deutschland kam jedoch die Ernüchterung. Die Deutsche-Eishockey-Liga DEL verweigerte dem EHC München am 15.05.2010 die wirtschaftliche Zulassung für die Deutsche-Eishockey-Liga DEL. Der EHC München konnte nicht die 5 Millionen Bürgschaft für die DEL-Spielzeit 2010/11 sowie nur „unvollständige Bewerbungsunterlagen“ bei der DEL hinterlegen bzw. versäumte die fristgerechte Einreichung der Lizenzunterlagen bei der Deutschen-Eishockey-Liga DEL. Wenige Tage sickerte jedoch hindurch, das die Münchner lediglich eine Frist versäumt hatten, und dieses lediglich der Grund der Lizenzverweigerung für die Deutsche-Eishockey-Liga DEL sei. Dieses nahm die österreichische EBEL-Bundesliga zum Anlass, den EHC München anzubieten in der Spielzeit 2010/11 in der EBEL-Bundesliga spielen zu können. Der EHC München war nicht abgeneigt in der Spielzeit 2010/11 in der ersten österreichischen Bundesliga mit zahlreichen lukrativen Derbys (z.B. Salzburg, Klagenfurt) zu spielen. Es kam jedoch der 14.06.2010, wo plötzlich alles anders kam. Das DEL-Schiedsgericht räumte dem EHC München eine weitere Frist ein, weitere Lizenzunterlagen für die Zulassung für die Deutsche-Eishockey-Liga DEL einzureichen und somit nun doch am DEL-Lizensierungsverfahren 2010/11 teilzunehmen, mit dem Ziel eine Aufnahme in die Deutsche-Eishockey-Liga DEL zu erreichen, um das Deutsche-Eishockey nicht noch lächerlicher zu machen, dass ein deutscher Eishockeyclub in der österreichischen Eishockeyprofiliga spielt, und plötzlich war der EHC München doch dort, worauf die Fans, nach dem Umzug der München Barons nach Hamburg im Jahr 2003 warten mussten.

 

Am 02.07.2010 wurde auf der außerordentlichen DEL-Mitgliederversammlung dem EHC München die finanzielle und sportliche Zulassung für die Deutsche-Eishockey-Liga DEL erteilt, und plötzlich war die bayerische Landeshauptstadt, immerhin Sitz des Deutschen-Eishockey-Bundes e. V., wieder in der höchsten deutschen Spielklasse, der Deutschen-Eishockey-Liga DEL vertreten.... Mit der Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018 erhoffte man sich einen kompletten Neubau einer Multifunktionsarena in im Herzen von München, doch Mitte Juni 2011 wurden die Olympischen Winterspiele 2018 an das südkoreanische Pyoeng Chang vergeben, und somit zerplatze nicht nur der Traum von erneuten Olympischen Spielen, im Jahr 1972 hatte man ja die Olympischen Sommerspiele aus derer auch das veraltete Olympiaeisstadion stammt, sondern vorerst auch der Traum einer Multifunktionsarena in München. Der Traum von einem dauerhaften Team in der höchsten deutschen Spielklasse zerplatze wohl nach Ende der Saison 2012/13. Wieder einmal gab es in München erhebliche finanzielle Probleme und auch die Stadtverwaltung verweigerte die erforderlichen finanziellen Zuschüsse. Wieder spielte auch der EV Landshut eine Rolle. Es war geplant die DEL-Lizenz wieder an den EV Landshut oder die SERC Wild Wings zu verkaufen, somit den Verein wieder mit Hilfe des EV Landshut/Schwenningen zu sanieren, wie im Jahr 1999/00 Wo plötzlich die München Barons in der DEL auftauchten und wenige Jahre später als die Hamburg Freezers mutierten.

 

Und täglich grüßte wieder einmal das Murmeltier in München.... Letztendlich traten die SERC Wild Wings vom Kaufangebot des EHC München wegen der Hinhaltetaktiken des EHC München vom Kauf der DEL-Lizenz des EHC München zurück. Es kam dann der 20.Mai 2012, wo sich das Warten der Verantwortlichen des EHC München lohnen sollte. Schon während der IIHF-Weltmeisterschaft in Schweden/Finnland sickerte durch, dass der EHC München einen bekannten Getränkehersteller als neuen Hauptsponsor gefunden hatte. Mit 20.05.2012 wurde dann die Katze aus dem Sack gelassen. Mit dem weltweit führenden Hersteller von Energydrinks (RedBull) wurde auch der neue Name des EHC München bekannt. Fortan hießen die Münchener EHC RedBull München.

 

Wieder einmal stand das Münchener Eishockey erneut kurz vor dem Aus, mit dem Unterschied, dass diesmal, es war 5 nach 12, das der Eishockeystandort München zumindest vorerst gerettet war. Dennoch, nachdem überraschenden Aus nach der Vorrunde 2012/13, wo man lediglich 13. und somit Vorletzter wurde, wurde kurz nach Saisonende verkündet, dass die RedBull AG zum 01.05.2013 in vollem Umfang die Gesellschafteranteile des bisherigen Alleingesellschafters Michael Philips übernimmt. Somit war bereits im März 2013 die Teilnahme an der Deutschen-Eishockey-Liga DEL auch für die Spielzeit 2013/2014 gesichert. Auch dieses war in München nicht selbstverständlich.

Mitte Dezember 2014 erfolgte dann endlich die Voraussetzung für den Neubau einer kombinierten Basketball- und Eishockeyhalle auf dem Gelände das Olympiaradstadions. Wenn alles planmäßig läuft, was in München ja nicht immer selbstverständlich ist, könnte man zur Spielzeit 2017/2018 dort auf das Eis gehen. Doch im Februar 2016 trat der Baupartner, die Basketballer vom FC Bayern, vom Vorhaben eine gemeinsame Mutlifunktionshalle bauen zu wollen wegen dem zu hohen finanziellem Risiko und in die zu lange Bindung in das vom Hauptsponsor des EHC RedBull München vorgelegte Konzept, zurück, so daß im Februar 2016 der Eishockeystandort München wieder einmal gefährdet war, auch weil just zu diesem Zeitpunkt in München Gerüchte die Runde machten, daß sich der österreichische Getränkehersteller und Hauptsponsor der Roten Bullen, mit dem Bau der Multifunktionsarena vollends übernommen haben sollen und aus diesem Grund einen Rückzug  vom DEL-Standort München planen würden. Wiedereinmal nichts Neues in München. Nichts destotrotz erreichten die Roten Bullen Platz 1 nach der Vorrunde 2015/16 und qualifizierten sich somit auch für die Champions-Hockey-League. Im Viertelfinale kam es zum bayerischen Derby gegen den Angstgegner den Straubing Tigers, die in der Serie "Best of Seven" mit 4:1-Siegen zurück in den Tigerkäfig geschickt wurden. Im Halbfinale kamen die Kölner Haie, die ebenfalls mit einer sehr überzeugenden Leistung mit 4:1-Siegen zurück in die Domstadt geschickt wurden. Somit erreichten die Roten Bullen erstmals in ihrer Vereinsgeschichte das DEL-Finale, was zuletzt den München Barons 2002 gelang. Die Finalrunde stellte dann eine Lehrstunde "Eishockey" für den Gegner die Grizzlys Wolfsburg dar. Mit einem "Sweep" fertigten die Roten Bullen die Grizzlys ab und feierten zum 1.Mal nach 16 Jahren den Titel des Deutschen-Eishockey-Meisters in München. Pikant in München, daß das 3.Team (Hedos München, München Barons) den Titel in die bayerische Landeshauptstadt holen konnte.


 

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