Eishockeygeschichte Düsseldorf

Entstehungsgeschichte Düsseldorf

 

Die Geschichte :

Zu Beginn des Eissports in Düsseldorf stand das Eisstadion an der Brehmstrasse. Das Richtfest für das 1935 erbaute Kunsteisstadion wurde am 26.September 1935 gefeiert. Zum damaligen Zeitpunkt war es erst das vierte Eisstadion, das über eine Kunsteisanlage verfügte. Nur in München und zweimal in Berlin gab es zu diesem Zeitpunkt Vergleichbares. Anfang November 1935 wurde dann die Düsseldorfer EG geboren. Das offizielle Gründungsdatum ist der 08.November 1935. Nach dem Blitzstart kommt der steile Aufstieg der Düsseldorfer EG. Bereits 1936 wurden die ersten Legionäre an den Rhein geholt. Vom EV Füssen kam Anton Wiedemann und aus Garmisch-Partenkirchen Walter Schmiedinger. Bereits im zweiten Jahr des Bestehens wurden die Rheinländer 1937 hinter dem SC Riessersee und dem Berliner Schlittschuhclub Dritter der Deutschen-Eishockeymeisterschaft.

 

Nur weitere zwölf Monate später ist die Düsseldorfer EG 1938 unter dem kanadischen Trainer Bobby Bell sogar Deutscher Vizemeister. Ende des Zweiten Weltkrieges zerstörten englische Bomben 1944 die Eissporthalle an der Brehmstrasse vollständig. Dennoch organisiert die Düsseldorfer EG einen Notspielbetrieb. Nach Kriegsende weicht man 1945 zunächst nach Krefeld aus, ehe man 1950 die Eissporthalle an der Brehmstraße wieder eröffnen kann. 1955 gelingt der Düsseldorfer EG unter dem kanadischen Trainer Claire Drake der Aufstieg in die damalig höchste deutsche Spielklasse (Oberliga). 1958 zählt die Düsseldorfer EG auch zu einen der acht Gründungsmitgliedern der neugegründeten 1.Eishockeybundesliga, muss jedoch nach nur einem Jahr der Zugehörigkeit unter dem tschechischen Trainer Vlastimil Souchoparek gleich wieder absteigen. 1959 kommt Trainer Hans Rampf an die Brehmstrasse. Die Folge ist 1965 der Wiederaufstieg in die 1.Eishockeybundesliga. Nur zwei Jahre später gelingt der Düsseldorfer EG sogar der erste Titel der Deutschen-Eishockeymeisterschaft.

 

1969 wird das Eisstadion an der Brehmstrasse überdacht. 1970 übernimmt Xaver Unsinn das Traineramt in Düsseldorf. Unter Xaver Unsinn holt die Düsseldorfer EG im Jahr 1972 den zweiten Titel des Deutschen-Eishockeymeisters. 1975 muss Trainer Xaver Unsinn wegen Erfolglosigkeit seinen Trainerstuhl räumen und der kanadische Trainer Chuck Holdaway wurde der neue Chefcoach und holte 1975 den Titel Nummer drei. Danach folgten 15 endlose Jahre ohne Titel am Rhein. Die zahlreichen Fans der Düsseldorfer EG müssen bis 1990 auf einen weiteren Titel warten. Zwar wird der schwedische Trainer Peter Johannson in den Play-Offs durch Peter Hejma ersetzt, doch der Erfolg stellt sich trotzdem ein. Als Tabellenfünfter nach der Vorrunde ziehen die Rheinländer zwar in die Play-Off Finals ein, unterliegen hier aber mit einem „Sweep“ gegen den EC Hedos München deutlich mit einer 0:3-Serie. Es folgte das traurigste Jahr in der Geschichte der Düsseldorfer EG. 1998 ziehen sich die Rheinländer nach dem überraschenden frühen Play-Off Viertelfinalaus gegen die Adler Mannheim (0:3-Serie) wegen finanziellen Schwierigkeiten freiwillig aus der Deutschen-Eishockey-Liga DEL in die 2.Eishockeybundesliga zurück. Ganz Eishockeydeutschland war entsetzt, dass es nun auch, wie bei diversen anderen Vereinen, auch die Düsseldorfer EG, mit dem Pleitegeier erwischt hatte.

 



 

Nach zwei mageren Jahren in den Niederungen der 2.Eishockeybundesliga (1998-2000) stieg die Düsseldorfer EG im Jahr 2000 nach Play-Off siegen gegen den SC Bietigheim-Bissingen (3:0-Serie), EC Bad Nauheim (3:1-Serie) sowie im Play-Off Finale gegen den ERC Ingolstadt (3:2-Serie) als Meister der 2.Eishockeybundesliga wieder in die Deutsche-Eishockey-Liga DEL auf. Während der ersten DEL-Spielzeit nach dem Wiederaufstieg sorgten die Rheinländer für den nächsten Paukenschlag und ließen die Katze aus dem Sack, was schon lange in Gerüchten zu vernehmen war. Dank eines finanzkräftigen Hauptsponsors (Metro Group AG) legten sich die Rheinländer zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte einen neuen Namen zu. Dieses zu finden war leicht.

 

Seit dem 01. März 2002 heißt die Düsseldorfer EG nun DEG Metro Stars Düsseldorf. Unter dem Einfluss des neuen Hauptsponsors (Metro Group AG) erreichten die Rheinländer 2006 endlich wieder die Play-Off Runde. Dabei schlugen die Düsseldorfer u.a.im Play-Off Halbfinale den ewigen Lokalrivalen von der anderen Rheinseite in einer nervenaufreibenden Play-Off Halbfinalserie mit 3:2-Siegen. Dabei lagen die Metro Stars in fünften und entscheidenden Spiel in Köln zwei Minuten vor Spielende noch zurück. Durch eine umstrittene Spieldauerdisziplinarstrafe für Köln, und der daraus entstehenden 5:3-Überzahlsituation konnten die Metro Stars das Spiel noch drehen und konnten in der Höhle des Löwen in die Play-Off Finalserie einziehen. Gegner war ausgerechnet der amtierende Titelträger der Berliner Eisbären. Die Metro Stars konnten jedoch keine entstehende Stiche gegen die Eisbären Berlin mehr setzen, hatte die Halbfinalserie gegen den rheinischen Lokalrivalen der Kölner Haie über die volle Distanz über fünf Spiele wohl doch zu viel Kraft gekostet. Letztendlich ging die Play-Off Finalserie 2005/06 mit 0:3 (1:6,0:2,2:6) deutlich verloren. Es folgte der denkwürdige 15.April 2006.

 

Das altehrwürdige Eisstadion an der Brehmstrasse hatte nach 71 Jahren treuen Dienst ausgedient, da es nicht mehr den Ansprüchen sowie auch Anforderungen eines modernen Eishockeys sowie den Lizenzierungsbedingungen der Deutschen-Eishockey-Liga DEL entsprach. Beim letzten DEL-Heimspiel in der Brehmstrasse im Play-Off Finale gegen die Berliner Eisbären boten die 12.000 Eishockeyfans der DEG Metro Stars eine unbeschreibliche Abschiedsshow für die Brehmstrasse, in der auch reichlich Tränen flossen und die Brehmstrasse immer in den Erinnerungen nicht nur der Düsseldorfer Eishockeyfans bleiben wird. Zu Beginn der Spielzeit 2006/07 wurde der Umzug in den ISS Dome Düsseldorf (13.376 Plätze), einer Multifunktionsarena des Düsseldorfer Messezentrums vollzogen. Es folgten etwas ruhigere Zeiten am Rhein. Der nächste Schock folgte jedoch in der Sommerpause 2011. Die Metro Group AG, die die Düsseldorfer EG im März 2002 vor den Insolvenz rettete, und zur Namensänderung erstmalig führte, kündigte an, das diese das Investment das seit 2002 vorlag, nach Abschluss der Spielzeit 2011/12 beendet, so dass die DEG Metro Stars sich einen neuen Investor suchen mussten.

 

Erst im März 2011 war dann der Spielbetrieb für die Spielzeit 2012/13 gesichert, als die Stadt Düsseldorf den Stellenwert der „DEG“ für die Stadt Düsseldorf zeigte, als diese einen Sponsorenzuschuß vom 450.000 Euro sowie eine Stundung der Miete für den ISS Dome bewilligte, was eine Sponsorensumme von über 1 Mio. € darstellte. Im Januar 2013 tauchte wieder ein finanzielles Loch in Höhe von 2.4 Mio. € in der Kasse der Rheinländer auf, so dass die Düsseldorfer EG wieder kurz vor der Insolvenz, und somit vor dem totalen Kollaps und dem Abstieg in die Bedeutungslosigkeit stand, da bereits im Januar 2013 die Lizenzunterlagen für die DEL-Spielzeit 2013/14 eingereicht werden mussten. Letzendlich erhielt man die DEL-Spiellizenz für die Spielzeit 2013/14, die man jedoch als Tabellenschlußlicht abschloss. Im Jahr 2015 schloss die DEG die Regular Season mit einem überraschenden 5.Platz ab und erreichte die Play-Off Runde. Gegner waren die Nordlichter der Hamburger Kühlschränke. Es folgte eine Viertelfinalserie über die volle Distanz von sieben Spielen, die die Düsseldorfer mit 4:3-Siegen (0:4,6:3,2:3,2:1,2:4,4:3,2:1) für sich entscheiden konnten. Durch den Sieg qualifizierten sich die Düsseldorfer auch erstmals für die Champions-Hockey-League CHL. Im Halbfinale stellte sich der amtierende Deutsche Meister ERC Ingolstadt. In einer sportlich sehr anspruchsvollen Halbfinalserie schied die DEG letztendlich mit 1:4-Niederlagen (2:1nV,2:5,3:2nV,2:5,2:6) aus, jedoch so richtig traurig war in Düsseldorf mit der Vorfreunde auf die CHL nicht.


 

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