DEL - Grizzlys Wolfsburg können starke Haie nicht einbremsen

 

(DEL/Wolfsburg) (MM) Die Grizzlys Wolfsburg empfingen am Sonntag die Kölner Haie zu einem Topspiel. Der Dritte zu Gast beim Fünften. Ungeschlagen im Jahr 2017 wollten die Kölner Haie diese Serie fortsetzten, um sich weitere Punkte im Kampf um eine gute Ausgangsposition für die Playoffs zu sichern. Die Grizzlys nach 2 Niederlagen zu Jahresbeginn inzwischen durch Siege über Bremerhaven und in Ingolstadt mit aufsteigender Tendenz. Allerdings beklagen die Wolfsburger weiterhin die Ausfälle einiger ihrer Leistungsträger, die bisher personell nicht ersetzt werden konnten. Doch dank ihres gesunden Teamgeistes konnten sich die Grizzlys in den letzten Wochen durchaus positiv in Szene setzen. Die beiden bisherigen Duelle gewann jeweils die Gästemannschaft. Topsieler der Haie sind Ryan Jones und Philip Gogulla, auf Wolfsburger Seite sind das Sebastian Furchner und Mark Voakes.

 

Köln begann druckvoll und Wolfsburg musste schon nach 20 Sekunden die erste Strafe nehmen. Sofort gab es Gewühl vor dem GrizzlyTor, danach ergaben sich aber gute Befreiungsaktionen und die Grizzlys waren ohne Gegentreffer wieder komplett. Nun waren die Wolfsburger besser im Spiel. In der 8. Spielminute bekamen sie ein Powerplay, doch sie wurden ständig gestört oder sie bekamen den Puck nicht unter Kontrolle. Das 1:0 fiel in der 10. Spielminute als die Grizzlys wieder komplett waren. Fabio Pfohl hatte sich durchgesetzt, passte zu Armin Wurm, der mit einem strammen Schuss fast von der blauen Linie einnetzte. 4 Minuten später gerieten Lalonde und Voakes aneinander. Sie schlugen jeweils nach und mussten sich beide abkühlen. Da 30 Sekunden später der nächste Kölner auf die Bank musste, spielten die Grizzlys fast 1,5 Minuten 5 gegen 3. Die Kölner bekamen den Puck nicht aus ihrem Drittel und die Druckphase der Hausherrren wurde nur unterbrochen, als die Scheibe unter einem Kölner Spieler lag. Zusätzlich musste Gustav Wesslau 2x eingreifen. Kaum vollzählig gab es erneut eine Strafe gegen die Gäste aus Köln. Jetzt gab es Rätselraten. Nach langer Beratungszeit auf dem Eis gingen die Schiedsrichter zum Videobeweis. Die Kölner Fans hatten bereits einen Penalty gefordert, Wolfsburger Fans winkten ab. War die Scheibe schon hinter der Linie gewesen? Ein Kölner war beim Konter allein auf Sebastian Vogl zugelaufen, ein Wolfsburger hinterher. Dann lagen alle 3 im Torraum. Die Aufklärung: Der Puck war im Tor gewesen, aber das Tor war vorher verschoben. Es blieb noch beim Powerplay, aber die Hausherrren waren jetzt aus dem Rhythmus gekommen. Köln bekam in der 18. Spielminute die nächste Strafe. Die Undiszipliniertheit wurde mit Aufschlag bestraft. Der Spieler erhielt 2+2. Auch dieses Powerplay der Wolfsburger brachte bis zur Pause nichts Zählbares ein. Köln war jetzt fast die Hälfte des Drittels in Unterzahl gewesen, aber die Grizzlys hatten es nicht zu einem weiteren Tor nutzen können.

 

Köln hatte zu Beginn des Mittelabschnittes noch 1:50 Unterzahl. Wieder überstanden sie diese unbeschadet.Beide Mannschaften kamen jetzt abwechselnd gefährlich vor das jeweils gegnerische Tor. In der 26. Minute fiel der Ausgleich. Sebastian Uvira verwandelte nach Zuspiel von Latta und Lalonde. 2 Minuten später brachte ein unglaublicher Sololauf von Philip Riefers die Grizzlys wieder in Führung. Er tanzte sich durch alle Reihen, nahm den Schlittschuh zu Hilfe um sich selbst den Pass zu geben und als man dachte , jetzt geht nichts mehr, war der Puck am linken Winkel an Wesslau vorbeigerutscht. Ein äußerst sehenswerter Treffer. Sebastian Vogl machte es auf der Gegenseite besser. Als 2 Kölner auf ihn zuliefen und nur ein Spieler in der Abwehr helfen konnte, blieb er ruhig und machte die Ecke zu. Das hätte das 2:2 sein können. Das fiel aber kurze Zeit später. Wieder konterten die Gäste, diesmal waren 3 Kölner Angreifer beteiligt. Sebastian Uvira war erneut der Torschütze, nachdem er von Eriksson bedient wurde. Die Gäste legten 2 Minuten später nach. Patrick Hager traf nach Zuspiel von Eriksson und Lalonde. Schon im Gegenzug fiel das 3:3. In dieser Spielphase war jeder Konter ein Treffer. Die Zuschauer freute es, dass der dienstälteste Grizzly Christoph Höhenleitner nach Pässen von Voakes und Aubin traf. Es gab eine Strafe in der 36. Minute gegen Wolfsburg. Köln spielte ein starkes Powerplay, aber die Grizzlys waren sehr konzentriert. In den restlichen Minuten schoss Wolfsburg noch mehrfach auf das Tor der Haie, aber Wesslau hatte freie Sicht und konnte parieren.

 

 

 



 

Das Schlussdrittel ging klar an die Kölner Haie. Wolfsburg kam die ersten 7 Minuten nicht über das neutrale Drittel hinaus. Die Konsequenz war, dass Köln in der 49. Minute zum 3:4 traf. Der Druck hatte sich ausgezahlt. Als in der 50. Minute ein Wolfsburger Verteidiger vom Eis gehen musste und 2 Minuten später auch noch Philip Riefers hinterhergeschickt wurde, wurde es schwierig. Philip Riefers war zuvor in eigener Unterzahl auf das Tor von Wesslau zugelaufen, hatte sich dabei gedreht und wohl einen Stockschlag begangen. Die Grizzlys waren zwar nur wenige Sekunden zu dritt, aber das nutzten die Haie aus und trafen zur Vorentscheidung 9 Sekunden vor Ablauf der zweiten Strafe zum 3:5. Zweieinhalb Minuten vor Ende versuchten es die Grizzlys mit 6 Spielern. Sebastian Vogl war vom Eis. Aber Köln machte noch das EmptyNetGoal zum Endstand von 3:6.

Fazit:


Ein insgesamt verdienter Sieg für die Gäste aus der Domstadt, der aber zu hoch ausfiel. Die Grizzlys hielten lange mit, hätten aber im ersten Drittel ihr langes Powerplay besser nutzen müssen.


Endergebnis:

Grizzlys Wolfsburg gegen Kölner Haie  3:6 (1:0|2:3|0:3)


Tore:

1:0 | 10:49 | Armin Wurm (Pfohl)
1:1 | 25:24 | Sebastian Uvira (Latta, T.J.Mulock)
2:1 | 27:49 | Philip Riefers (Dibelka)
2:2 | 32:30 | Sebastian Uvira (Eriksson)
2:3 | 33:51 | Patrick Hager (Eriksson, Lalonde)
3:3 | 34:05 | Christoph Höhenleitner (Voakes, Aubin)
3:4 | 49:01 | Shawn Lalonde (Hager, Gogulla)
3:5 | 53:12 | Shawn Lalonde (Hager, Ehrhoff)
3:6 | 58:52 | Philip Gogulla


Zuschauer:
3.158


Aufstellung Wolfsburg:
 
#90 Brückmann, #25 Vogl,
#2 Dehner, #3 Sharrow, #7 Dotzler, #9 Likens, #12 Wurm, #20 Seifert, #28 Bina, #44 Krupp
#11 Aubin, #17 Furchner, #21 Höhenleitner, #22 Dibelka, #23 Fauser, #24 Karachun, #26 Mulock, #43 Weiss, #49 Voakes, #60 Riefers, #95 Pfohl


Aufstellung Köln:

#29 Wesslau, #30 Dshunussow,
#25 Hager, #87 Gogulla, #9 Lalonde, #33 Eriksson, #28 Jones, #18 Hospelt, #21 Krämmer, #23 Reinhart, #15 Mulock,
#27 Zerressen, #2 Potter, #93 Uvira, #10 Ehrhoff, #91 M. Müller, #19 Latta, #52 Sulzer, #84 Boucher, #37 Ohmann,


Bericht: Martina Matthias

Foto: Axel Kanert


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