(Foto: Jörg Matthias - eishockey-online.de)
(DEL/Straubing) (MA) Ein Blick auf die aktuelle Tabelle genügt um zu erkennen das für die Tigers langsam die Endspiele beginnen. Direkte Konkurrenten haben weniger Spiele und sollte nicht stetig gepunktet werden, besteht die Gefahr, dass man Ende Januar schon abgehängt wird. Gegen die Ersatzgeschwächten Wolfsburger wollten die Tigers das erste Heimspiel im neuen Jahr gewinnen. Mit einer guten Leistung über die volle Distanz gelang den Hausherren sogar ein Sieg zu Null. Die Reihe Williams, Connolly und Zalewski war für alle drei Tore verantwortlich.
Beide Teams störten früh im gegnerischen Drittel, denn auf keinen Fall sollte die Mittelzone dem Gegner überlassen werden. Als Steven Zalewski in der 6. Minute den Führungstreffer für die Tigers erzielte, hatte er schon zwei hochkarätige Chancen vergeben. Den Grizzlys war das Fehlen von Bina und Haskins anzumerken. Erst bei der ersten Überzahlmöglichkeit kamen sie zu Chancen. Gegen Weiß und vor allem Aubin musste sich Matt Climie zweimal strecken um den Ausgleich zu verhindern. Für die Tigers hätte im ersten Abschnitt sogar noch mehr herausspringen können. Bei ihrer ersten Powerplaymöglichkeit war Mike Connolly dem zweiten Treffer sehr nahe. Mit dieser knappen 1:0 Führung ging es dann zum ersten mal in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel spielten beide Teams in der Abwehr zu nachlässig, so dass sich das Spiel weiter munter entwickeln konnte. Keiner hätte sich in der Phase bis zum Powerbreak über Gegentore beschweren müssen. Die Tigers mussten sich sogar noch anstrengen die Vorlagen der Gäste auszulassen. Dabei wäre ein zweiter oder sogar dritter Treffer nicht nur möglich gewesen, sondern auch bitter nötig. Vor allem wenn man weiß, was die Tigers schon aus so mancher vermeintlich sicheren Führung gemacht haben. Doch die Wolfsburger mit ihrer kleinen Schar an angereisten Fans machten es auch nicht besser. Zwar konnte auch immer wieder die Abwehr der Tigers unter Druck gesetzt werden, zählbares sprang aber auch nach vierzig Minuten heraus. Steven Zalewski hatte dann noch die beste Möglichkeit kurz vor Drittelende aber für den tüchtigen Sebastian Vogle im Tor rettete der Pfosten.
Im letzten Abschnitt war für beide Teams wichtig die Abwehrarbeit so gut es geht zu verrichten. Damit blieben die großen Tormöglichkeiten Mangelware. Der Druck der Gäste wurde zunehmends stärker. Innerhalb eines Wechsels hatte Gerrit Fauser zweimal die Möglichkeit auszugleichen, doch Climie schien heute unüberwindbar zu sein. Dennoch mussten die Tigers dem Spiel mit Phasenweise nur drei Reihen Tribut zollen und die Kräfte schwanden immer mehr. Dennoch organisierten sich die Tigers in der Abwehr gut, spielten keine Risikopässe und lauerten auf ihre Chance. Dann kam die wohl vorentscheidende Situation. Straubing bekam noch mal eine Strafe aufgebrummt. Die Wolfsburger waren dem Ausgleich nah dran aber vor dem Tor zu ungeduldig. Matt Climie erledigte den Rest und kaum waren die Tigers wieder komplett erzielte Jeremy Williams das 2:0 (55.) mit gütiger Mithilfe von Philip Riefers den den Puck ins eigene Tor abfälschte. Coach Pavel Gross nahm eine Auszeit und 200 Sekunden vor dem Ende den Torwart vom Eis. Genug Zeit also für die Tigers die Entscheidung herbeizuführen. Drei mal traf man nicht das Leere Tor aber 35 Sekunden vor dem Ende traf Jeremy Williams zum 3:0 (60.) Endstand. Somit hat die Reihe um Steven Zalewski alle drei Tore des Abends erzielt, was Coach Larry Mitchell der mit Steven Zalewski ein langes Gespräch in dieser Woche geführt hat, besonders freute.
Spiel vom 05.01.2017
Straubing Tigers - Grizzlys Wolfsburg: 3:0 (1:0|0:0|2:0)
1:0 |05.|Steven Zalewski (Connolly, Williams)
2:0 |55.|Jeremy Williams (Connolly)
3:0 |60.|Jeremy Williams (Connolly) PP1 EN
Strafen:
Straubing 4 - Wolfsburg 4
Zuschauer:
3.979
Aufstellung:
Straubing Tigers:
Climie - Edwards, Yeo; Cornell, Jobke; Bettauer, Sullivan; Renner - Mitchell, Brandl, Whitmore;
Williams, Zalewski, Connolly; Oblinger, Timmins, Röthke; Hartl, Loibl
Grizzlys Wolfsburg:
Vogl - Likens, Wurm; Sharrow, Krupp; Dehner, Seifert - Weiß, Fauser, Furchner; Aubin, Voakes,
Höhenleitner; Karachun, Mulock, Dotzler; Riefers, Pfohl