(DEL/Nürnberg) PM Nachdem sie das Jahr 2016 mit sieben Siegen in Folge beendet hatten, wollten die THOMAS SABO Ice Tigers zum Jahresauftakt 2017 natürlich auch das Derby beim ERC Ingolstadt gewinnen. Jesse Blacker trat die kurze Fahrt nicht mit an, er laboriert an Hüftproblemen und wird wohl frühestens gegen Köln am Sonntag wieder einsatzbereit sein. Im Tor bekam Jochen Reimer den Vorzug, im Sturm kehrte Vladislav Filin ins Team zurück.
Die Ice Tigers suchten von Beginn an den Weg nach vorne, den ersten Schuss hatten aber die Gastgeber über Brian Salcido von der blauen Linie. Sein Schlenzer war aber sichere Beute für Jochen Reimer (1.). Auch die erste echte Torchance gehörte dem ERC Ingolstadt: Brett Festerling ließ die Scheibe im Angriffsdrittel liegen, Ingolstadt konterte über Brian Salcido. Der schoss von der rechten Seite und zwang Jochen Reimer zum Abpraller, Thomas Oppenheimer kam am langen Pfosten zum Abschluss, scheiterte aber am Nürnberger Schlussmann (4.). Aber auch bis zur ersten Nürnberger Möglichkeit dauerte es nicht mehr lange:
Yasin Ehliz spielte Patrick Reimer wunderbar frei, Reimer zog direkt ab, schoss aber etwas zu zentral und Timo Pielmeier hielt die Scheibe fest. In der 7. Minute setzten sich die Gastgeber gegen die vierte Reihe der Ice Tigers im Nürnberger Drittel fest und kamen dadurch zur Führung: Martin Buchwieser spielte flach und hart vors Tor, Jean-François Jacques reagierte am schnellsten und drückte den Puck zur 1:0-Führung für Ingolstadt über die Linie. Die Nürnberger Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten, als Yasin Ehliz Sasa Martinovic perfekt bediente, dieser sich die Ecke aussuchen konnte und überlegt zum 1:1 in den Winkel schlenzte (8.).
In der 10. Minute waren es die Panther, die den nächsten Schlag setzten und sich wieder im Nürnberger Drittel festspielten. Die Ice Tigers verteidigten vor dem eigenen Tor nicht konsequent genug und Dustin Friesen nutzte einen Abpraller zur erneuten Ingolstädter Führung - 1:2 aus Nürnberger Sicht. Eine Führung, die zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient war, denn Ingolstadt hatte mehr von der Partie und die besseren Chancen. Die Ice Tigers schlugen allerdings nach exakt 15 Minuten in Überzahl zurück. Martin Buchwieser saß auf der Strafbank, Yasin Ehliz zog von der blauen Linie ab, Pielmeier musste abprallen lassen und Marco Pfleger staubte eiskalt zum 2:2-Ausgleich ab. Beinahe wäre Ingolstadt mit einer Führung in den Mittelabschnitt gegangen, Jacques traf nach feinem Zuspiel von Martin Buchwieser aber das leere Nürnberger Tor nicht, so dass es nach 20 Minuten beim 2:2 blieb. Ins zweite Drittel starteten die Ice Tigers deutlich konzentrierter und fokussierter und ließen die flinken Ingolstädter Stürmer kaum mehr zur Entfaltung kommen.
Die Ice Tigers machten die neutrale Zone dicht, eroberten so die Scheiben und kamen immer wieder selbst zu Möglichkeiten. Brett Festerling (24.) verpasste noch von der blauen Linie, in der 24. Minute gingen die Ice Tigers dann aber dennoch in Führung: Festerling ging tief ins Ingolstädter Drittel und legte ab an die blaue Linie, Leo Pföderl schlenzte, David Steckel hielt die Kelle rein und fälschte unhaltbar für Pielmeier ab - 3:2 für Nürnberg. Leo Pföderl hätte in der 33. Minute selbst für das nächste Nürnberger Tor sorgen können oder sogar müssen, als er nach einem feinen Zuspiel von Danny Syvret das leere Tor vor sich hatte, aber am spektakulär haltenden Timo Pielmeier scheiterte.
Die Ice Tigers kontrollierten das Spiel nun mehr und mehr und hatten in der 38. Minute die nächste Großchance: Philippe Dupuis hielt den Puck im Angriffsdrittel, spielte einen Verteidiger aus und spielte quer auf Brandon Segal, der das leere Tor vor sich hatte, aber nur das Außennetz traf, so dass es nach 40 Minuten bei der knappen 3:2-Führung für Nürnberg blieb. Die Ice Tigers starteten ins letzte Drittel mit einer Vier-gegen-Drei-Überzahlsituation und nutzten diese bereits nach zwölf Sekunden zum wichtigen 4:2 aus.
Patrick Reimer setzte sich auf der linken Seite durch und spielte zum richtigen Zeitpunkt quer vors Tor, wo Steven Reinprecht goldrichtig stand und den Puck zum 4:2 unter die Latte hob. In Unterzahl kam Ingolstadt in der 43. Minute zur Riesenchance zum Anschlusstreffer, als Danny Syvret den Puck an der blauen Linie an David Elsner verlor. Der Ingolstädter Stürmer lief alleine auf Jochen Reimer zu, legte sich den Puck von der Rückhand auf die Vorhand und schoss knapp am Tor vorbei. Fünf Minuten später verloren die Ice Tigers den Puck in der Vorwärtsbewegung, Ingolstadt konterte über Brandon Buck. Der Top-Scorer der Hausherren schoss von der rechten Seite aufs lange Eck, Jochen Reimer war aber mit der Stockhand zur Stelle.
In der 50. Minute kam Ingolstadt dennoch noch einmal auf 4:3 heran. Die Ice Tigers brachten den Puck nicht aus dem eigenen Drittel, Petr Taticek spielte quer und Petr Pohl hämmerte den Puck ins Tor. Mehr ließen die Ice Tigers aber nicht mehr zu. Durch konsequente Defensivarbeit brachten die Ice Tigers die knappe Führung über die Zeit und durften sich über den achten Sieg in Folge freuen.
(Foto Birgit Eiblmaier)