(DEL/Wolfsburg) (MM)
DEL - Shutout auch für Sebastian Vogl! Grizzlys Wolfsburg gewinnen mit 4:0 gegen die Krefeld Pinguine
Am 4. Advent empfingen die Grizzlys Wolfsburg die Pinguine aus Krefeld. Vor 14 Tagen trafen beide Teams letztmals aufeinander. Diese Begegnung endete mit 3:0 für die Hausherren. Nach ihrer knappen Niederlage in Augsburg wollten die Grizzlys zeigen, dass sie es besser können. Krefeld hatte die Niederlage gegen Düsseldorf zu verdauen und wollte sich unter die ersten zehn Teams mischen. Mit Daniel Pietta und Marcel Müller standen gleich 2 Spieler der Pinguine auf dem Eis, die sich unter den Top Ten der Scorerliste befanden. Alexander Dotzler, Kris Foucault, Robbie Bina und Tyler Haskins standen Cheftrainer Pavel Gross nicht zur Verfügung.
Die Grizzlys starteten wieder mit Sebastian Vogl im Tor. Bei den Krefeldern hütete Patrick Galbraith das Tor. Das 1:0 fiel bereits nach 34 Sekunden. Ein perfekter Spielzug mit viel Platz. Mark Voakes lief an, passte auf Brent Aubin, der Fabio Pfohl bediente. Mit einem platzierten Schuß erzielte er das 1:0. Die Grizzlys zeigten von Beginn an viel Druck und Zug zum Tor. Nach dreieinhalb Minuten musste allerdings Sebastian Vogl retten. Pietta lief alleine auf ihn zu, er legte sich quer und verhinderte so den Ausgleich. In der 7. Spielminute gab es die erste Powerplaysituation für die Grizzlys nach einem Foul an Höhenleitner, dem im vollen Lauf die Beine weggezogen worden waren. Das Powerplay hob sich sofort auf, da auch die Wolfsburger 4 Sekunden später eine Strafe bekamen. Es wurden knapp 2 Minuten 4 gegen 4 gespielt. Beide Mannschaften neutralisierten sich, kamen zwar ins Drittel, aber nicht zwingend vors Tor. Kaum komplett wurde die nächste Strafe angezeigt. Die Gastgeber konnten lange mit 6 Feldspielern agieren, da Krefeld nicht an den Puck kam. Der Torhüter von Krefeld, Patrick Galbraith, hatte die Strafe bekommen, weil er einen Stock seinem Mitspieler zugespielt hatte. Das Powerplay dauerte nicht lange. Mark Voakes bediente Jimmy Sharrow, der fast von der blauen Linie abzog. Jetzt hieß es nicht nachzulassen, denn die Grizzlys hatten zwei Tage zuvor in Augsburg auch früh mit 2:0 geführt und noch verloren. Dieses Mal legten sie gleich nach. Wieder war es Mark Voakes, der auf Jimmy Sharrow spielte. Dieser schoss wieder aufs Tor. Der Puck rutschte durch die Schoner von Galbraith, blieb aber vor der Linie liegen. Brent Aubin schaltete als Erster und schubste die Scheibe mit langem Schläger über die Linie. Kurz danach gab es eine kuriose Szene: Diesmal hatte Patrick Galbraith seinen eigenen Schläger verloren, suchte mehrfach den Blickkontakt zu den Unparteiischen, durfte ihn aber nicht aufnehmen. Als die Grizzlys gefährlich ins Drittel kamen, holte er sich trotzdem den Schläger und bekam erneut die Strafe. Im Powerplay passierte nicht viel. Die restlichen Spielminuten versuchte Krefeld den Anschlusstreffer zu erzielen. Doch Sebastian Vogl konnte mehrfach den 3:0-Vorsprung retten. So ging es auch in die erste Pause.
Das zweite Drittel war ein Duplikat des ersten Abschnittes. Wieder spielten beide Mannschaften sehr schnell und erneut bekam Krefeld eine frühe Strafe. Mike Collins verhinderte direkt auf der Höhe der generischen Torline durch Haken den Aufbaupass der Grizzlys. Auf der Gegenseite machten es die Grizzlys nicht besser. Somit mussten sie wieder 4 gegen 4 spielen. Diesmal für 1:54. Jetzt gelangen beiden Mannschaften keine zwingenden Möglichkeiten. Mit komplettem Personal wurde das Spiel besser. Sebastian Vogl musste sich mehrfach mit guten Saves auszeichnen. Es gab wenige Unterbrechungen. In der 25. Minute traf Brent Aubin nur das Gestänge. Bis zum Powerbreak erfreute sich das Wolfsburger Publikum an schönem Eishockey mit vielen Torszenen, jedoch ohne Tor. Krefeld kam besser ins Spiel, aber die Grizzlys ließen nicht nach. Erneut führte ein schnell vorgetragener Konter zum 4:0. Sebastian Furchner mit dem Aufbaupass auf Gerrit Fauser. Der lief auf der rechten Seite auf Patrick Galbraith zu. Da das kurze Eck zu war, spielte Fauser mit Übersicht auf den mitgelaufenen Höhenleitner. Dieser brauchte nur noch einnetzen. Die Krefelder Fans zeigten nun ihren Unmut, rollten die Fahnen ein, nahmen die Banner ab und stellten den Support ein. Dabei gab es durchaus Möglichkeiten für die Pinguine, aber Sebastian Vogl zeigte sehr gute Paraden und war bis zur Pausensirene nicht zu überwinden.
Das Schlussdrittel sahen nur noch wenige Krefelder Fans. Die Mehrheit hatte in der Drittelpause den Block verlassen. Die Pinguine setzten die Grizzlys jetzt stark unter Druck. Immer wieder stand Sebastian Vogl im Mittelpunkt. Fast 7 Minuten kam Wolfsburg nicht aus dem eigenen Drittel. Danach fingen sie wieder an zu kontern, verpassten aber einige Male. Acht Minuten vor Schluß fingen die Wolfsburger Fans an, ihre Mannschaft lautstark zu feiern. Krefeld bekam noch eine Strafe wegen hohen Stocks und so verlagerte sich das Spiel ins Drittel der Gäste. Nach Ablauf der Strafe waren noch gute 5 Minuten auf der Uhr. Die Grizzlys fingen an einen eventuellen Shutout für Sebastian Vogl zu verteidigen. Dieser ging selbst auf Nummer Sicher und warf sich in der Schlußphase 2x sehenswert auf den Puck. Das Spiel endete ohne weitere Tore mit 4:0 für die Grizzlys.
Fazit:
Souveräner Sieg der Grizzlys. Die Torhüterphilosophie in Wolfsburg zahlt sich aus. Kurz nach dem Shutout-Rekord von Felix Brückmann zeigte auch Sebastian Vogl, dass er seinen Kasten sauber halten kann. Hervorzuheben war auch die Leistung von Mark Voakes, der an 3 von 4 Toren beteiligt war.
Endergebnis:
Grizzlys Wolfsburg gegen Krefeld Pinguins 4:0 (3:0|1:0|0:0)
Tore:
1:0 | 00:34 | Fabio Pfohl (Aubin, Voakes))
2:0 | 10:38 | Jimmy Sharrow (Voakes)
3:0 | 14:14 | Brent Aubin (Voakes, Sharrow)
4:0 | 32:08 | Christoph Höhenleitner (Fauser, Furchner)
Zuschauer:
2.490
Aufstellung:
#90 Brückmann, #25 Vogl,
#2 Dehner, #3 Sharrow, #9 Likens, #12 Wurm, #28 Bina, #10 Haskins, #11 Aubin, #17 Furchner,
#18 Dixon, #21 Höhenleitner, #22 Dibelka, #23 Fauser, #24 Karachun, #26 Mulock, #43 Weiss, #49 Voakes, #95 Pfohl
Aufstellung Krefeld:
#31 Galbraith, #30 Treutle,
#86 Pietta, #9 M.Müller, #13 Collins, #88 Schymainski, #44 St-Pierre, #19 Rosa, #23 Vasiliews, #41 Hambly, #34 Sonnenburg,
#96 Koziol, #49 Klubertanz, #72 Mieszkowski, #77 K. Orendorz, #63 Faber, #15 Vainonen, #55 Little, #84 Umicevic
Bericht: Martina u. Jörg Matthias
Foto: Britta Koglin (eishockey-online.com)