(DEL/Schwenningen) (BM) Im Duell der beiden verletzungsgeplagten Teams behielt der Deutsche Meister die Oberhand. Während auf Schwenninger Seite Joey MacDonald, Markus Poukkula, Andreé Hult, Steven Billich und Istvan Bartalis fehlten, musste München auf Richie Regehr, Daryl Boyle, Florian Kettemer, Frank Mauer, Joachim Ramoser, John Rogl und Steve Pinizotto verzichten. Die Gastgeber konnten ihre drückende Überlegenheit erst im zweiten Drittel zur Führung nutzen. Sechs Minuten vor dem Ende kam Schwenningen zum Ausgleich, ehe Deron Quint in der Overtime den Zusatzpunkt für München sicherte.
München spielte vom Eröffnungsbully an stark auf. Bereits in den ersten Minuten kamen die Red Bulls durch Kahun, Smaby (1.) und Jaffray (2.) zu guten Möglichkeiten. Auf der anderen Seite vergab der Ex-Münchner Jerome Samson aus spitzem Winkel. Die Bayern setzten sich ein ums andere Mal im Drittel der Schwarzwälder fest und kamen reihenweise zu guten Chancen. Schwenningen lauerte auf Konter und kam nur selten in das Drittel der Münchner. In der 8. Spielminute schaltete sich Kapitän Sascha Goc im Angriff ein und lief bis hinter das Tor der Gastgeber. Diese nutzen die kurze Unordnung der Schwenninger Hintermannschaft zu einem schnellen Konter. Michi Wolf tankte sich bis vor das Tor durch, wo bei einem stark aufgelegten Dustin Strahlmeier Endstation war.
Im weiteren Spielverlauf bot sich ein ähnliches Bild. Die Landeshauptstädter schnürten ihre Gäste regelrecht im Drittel ein. Schwenningens Trainer Pat Cortina zeigte sich nicht gerade erfreut. Er hatte sich die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte anders vorgestellt. Stattdessen sah er mit an, wie sich sein Team nur über unerlaubte Weitschüsse befreien konnte. Erst kurz vor der Drittelsirene schafften es die Neckarstädter etwas Druck aufzubauen. Eine 2 auf 1-Kontersituation schloss Schwenningens Neuzugang Giliati alleine ab, scheiterte aber an Danny aus den Birken im Tor der Hausherren.
Im zweiten Drittel setzte sich zunächst einmal Schwenningen im Drittel der Münchner fest ehe die Red Bulls den Spieß umdrehten und minutenlang für Gefahr vor Strahlmeier sorgten. Andreas Eder (24.) und Jerome Flaake (26.) scheiterten aber einmal mehr am Schwenninger Schlussmann. In der 27. Spielminute war der Bann gebrochen. Matt Smaby packte an der blauen Linie den Hammer aus. Durch einen Schwenninger Schläger noch abgefälscht schlug die Scheibe hinter Strahlmeier ein.
Schwenningen tat nun mehr für das Spiel und kam in Überzahl durch Jake Hansen (32.) und Simon Gysbers (33.) zu weiteren Chancen. München versuchte krampfhaft die Führung auszubauen, Andreas Eder scheiterte aber völlig frei vor Dustin Strahlmeier. Im Gegenzug verhinderte Aus den Birken den Ausgleich gegen Stefano Giliati. Die letzte Chance vor der Pause gehörte noch einmal dem Meister. Brooks Macek konnte aber einen Querpass von Keith Aucoin nicht im Tor platzieren.
Denkbar knapp ging es also in den letzten Abschnitt. Keine der Mannschaften wollte den entscheidenden Fehler machen. Bereits sechs Minuten waren gespielt als Michi Wolf aus aussichtsreicher Position den Puck abfeuerte. Strahlmeier blieb aber einmal mehr Sieger. München drückte nun auf die Entscheidung, verpasste es aber in zwei Überzahlsituationen den Deckel drauf zu machen.
Sechs Minuten vor dem Ende stellte das Münchner Urgestein, in Schwenninger Diensten, den Spielverlauf auf den Kopf. Uli Maurer fälschte einen Schuss von Simon Gysbers zum Ausgleich ab. Zuvor war Daniel Schmölz dem Puck energisch an der Bande nachgegangen.
München erhöhte noch einmal den Druck, schaffte es aber nicht die Entscheidung in der regulären Spielzeit herbeizuführen. In der Overtime war noch keine Minute gespielt, als Deron Quint zuerst antäuschte um direkt danach eiskalt zu verwandeln. Schwenningen kann sich bei einem glänzend aufgelegten Dustin Strahlmeier für einen gewonnenen Punkt bedanken.
Spiel vom: 18.10.2016
Red Bull München - Schwenninger Wild Wings
Tore:
1:0 |27.|Smaby (Seidenberg)
1:1 |53.|Maurer (Gysbers / Schmölz)
2:1 |61.|Quint (Macek / Aucoin)
Zuschauer: 5090
Bericht: Benjamin Maser
Fotos: Franz Feiner