Entstehungsgeschichte Erding

 

Geschichte:

TSV Erding wurde am 9. Juni 1862 als „Erdinger Turn- und Feuerwehrverein“ mit dem Ziel gegründet, die körperliche Gewandtheit seiner Mitglieder durch turnerische Übungen auszubilden sowie den Turnunterricht der Schuljugend zu leiten. Ab Herbst 1886 verfügte der Verein, der sich inzwischen in MTV umbenannt hatte auf dem Spitalfeld über eine eigene Turnhalle, in der nun auch im Winter ein geregelter Turnbetrieb möglich war. Am 14. Mai 1900 beschloss die Hauptversammlung die Gründung einer Mädchenriege und öffnet somit auch den Frauen den Zugang zum Turnen. 1914 wird erstmals die Fußballabteilung erwähnt, für die eine Wiese neben der Turnhalle gepachtet wurde.

 

Zwei Jahre später wurde der Turnbetrieb aufgrund einer großen Anzahl von Einberufungen zum Wehrdienst eingestellt, während des Ersten Weltkriegs einen regelmäßigen Betrieb unmöglich machten. 1924 trat die Fußballabteilung aus dem Deutschen Turnerbund aus, um sich dem Deutschen Fußball-Bunds anzuschließen, was zu einem Streit im Verein führte. Die Leichtathleten schlossen sich währenddessen dem Süddeutschen Landesverband für Leichtathletik, sodass schließlich die zu dieser Zeit übliche reinliche Scheidung zwischen Turnen und Sport durchgeführt wurde. 1932 begannen die Planungen für den Bau einer größeren Sportanlage neben der Neuen Schießstätte, welche 1935 die Errichtung einer Tribüne sowie die Umzäunung des ganzen Areals mit sich zogen. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Sportbetrieb völlig eingestellt und schließlich im Herbst 1946 die Neuzulassung des Turnvereins unter dem Namen „Turn- und Sportverein 1862 Erding“ beantragt.

 

 



 

Erst am 21. September 1957 gelang jedoch die Fusion zwischen dem TSV Erding mit den Abteilungen Turnen und Leichtathletik und dem SV Erding mit den Abteilungen Fußball, Kraftsport, Boxen und Handball. 1962 gründeten Georg Harrer und Tischtennisspieler die Tischtennisabteilung, im Oktober 1977 wurde die Schwimmabteilung „Delphine“ gegründet. 1978 kamen die Radsportler hinzu, mit der neu erbauten Kunsteisbahn bildeten sich zudem die Abteilungen Eishockey, Eislaufen und Stocksport. 1986 entstand die Judoabteilung. Ab 1992 gehörten zudem die Triathleten für sechs Jahre zum TSV Erding, Ende 2002 kamen die Abteilungen „Moderner Fünfkampf“ und „Tanzen“ dazu. Seit Anfang Januar 2004 existiert zusätzlich die Abteilung „Moderne Schwertkunst“. Die Eishockeyabteilung des TSV 1862 Erding wurde 1978 mit dem Bau einer neuen Kunsteisbahn gegründet und startete zunächst in der Landesliga Bayern, aus der die Mannschaft 1981 in die Bayernliga aufsteigen konnte. 1985 qualifizierte sich der TSV erstmals für die viertklassige Regionalliga, 1988 erfolgte als Drittplatzierter der Aufstieg in die Oberliga Süd. Zwischen 1989 und 1991 schaffte der TSV jeweils den Sprung in die Qualifikationsrunde zur 2. Bundesliga, ohne allerdings in die zweithöchste Spielklasse aufzusteigen. Nach dem Play-off-Achtelfinal-Aus gegen den ESC Wedemark in der Saison 1993/94 wurde der TSV Erding im Zuge der Gründung der Deutschen Eishockey Liga in die zweitklassige 1. Liga Süd eingestuft und gliederte seine Profimannschaft als Erding Jets in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung aus.

 

Als Vierter qualifizierten sich die Jets bereits in ihrer Premierenspielzeit sportlich für die DEL, verzichteten allerdings auf den Aufstieg und spielten somit weiterhin in der 1. Liga. Nach einem Achtelfinal-Aus im folgenden Jahr gegen den EC Wilhelmshaven erreichte das Team 1997 die Relegationsspiele zur DEL, scheiterten dort aber erneut an den Wedemark Scorpions. Als Elfter der neu gegründeten Bundesliga stiegen die Jets 1999 in die Oberliga ab, bereits nach einem Jahr stieg die Mannschaft allerdings als Nachrücker wieder in die zweite Liga auf. Nach einem erneuten Abstieg in die Oberliga musste die GmbH nach der Saison 2001/02 Insolvenz anmelden, sodass die erste Mannschaft im folgenden Jahr als Erding Gladiators an der Bezirksliga Bayern teilnehmen musste. Innerhalb von zwei Spielzeiten stieg die Mannschaft über die Landesliga in die viertklassige Bayernliga sowie die Oberliga-Süd auf, dem die Gladiators seitdem angehören. Nach Abschluß der Spielzeit 2014/2015, wo man souverän den sportlichen Klassenverbleib in den Play-Downs gegen den EV Füssen geschafft hatte, klaffte jedoch ein Finanzloch von 43.000 € sowie diverse Altschulden in der Kasse. Aus diesem Grund sprachen sich der Vereinsrat sowie die anderen Abteilungen des Hautvereines TSV Erding am 15.04.2015 gegen die weitere Fortführung des bezahlten Oberligaeishockeys in der Münchener Vorstadt aus, was zur Folge hatte, daß die Erding Gladiators sich erneut freiwillig in die Bezirksliga Bayern zurückziehen mussten, obwohl die Erdinger Eishockeyfans mit einer Spendenaktion 8.300 € gesammelt hatten, um den Erhalt des Oberligaeishockeys in Erding zu sichern, was leider keinen Erfolg hatte. Auch das Angebot zum Erwerb der Stadionnamensrechte brachte keinen Erfolg. Ob und wie es im Erdinger Moos mit dem Eishockeysport und vorallem mit der hervorragenden Jugendarbeit weitergehen sollte, entschied sich erst nach der Neuwahl der Abteilungsleitung und durchzuführenden Gesprächen mit dem Bayerischen-Eishockey-Verband. Zur Saison 2015/16 startete man letztendlich durch eine Neueinteilung der bayerischen Landesligen in der Landesliga Bayern. Nach einer erfolgreichen Regular Season, die man als Tabellenerster abschloß, konnte man auch die Zwischenrunde als Tabellenerster abschließen, so daß man als Favorit in die Play-Offs um den Aufstieg in die Bayernliga starten konnte. Im Viertelfinale wurde die Falken aus Pfronten mit 5:0 und 9:0 in die Sommerpause geschickt. Auch im Halbfinale sahen die Mammuts aus Schongau (7:4, 5:3) keine Chance. Es kam zum Traumfinale der bayerischen Landesliga zwischen den EHF Passau Blackhawks und den Erding Gladiators. In einer überraschend deutlichen Serie, wo auch wieder die Zuschauer ins Erdinger Eisstadion in Scharen strömten (933 Zuschauer/Schnitt) und 2.052 Zuschauer im Play-Off Finale, siegten die Gladiators mit 8:0 und 5:2, so daß man am 28.02.2016 feierlich die Rückkehr in die Bayerische-Eishockey-Liga feiern durfte.

 



 

 

bisherige Logos in Erding :

 

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