Bayernliga - Der EV Füssen ist nach einem 7:4-Sieg im Aufstiegskrimi zurück in der Oberliga

 

(Bayernliga/Füssen) PM Der Eissportverein Füssen hat es geschafft. Drei Jahre und sieben Monate nach Neugründung ist der EVF wieder in der Oberliga angekommen, jener Spielklasse, in welcher der Vorgängerverein bis zu seinem Aus beheimatet war. Durch ein 7:4 (1:0, 1:0, 5:4) beim direkten Konkurrenten Miesbach konnte der zweite Platz hinter dem SC Riessersee errungen werden. Ab Freitag geht es jetzt noch um die Bayerische Meisterschaft, hier treffen die Füssener im Halbfinale auf den EHC Klostersee.

 

TEVM EVF ZR2
( Foto EV Füssen )


 

 

Schwarz-gelbe Faninvasion in Miesbach. Mindestens 400 Anhänger begleiteten ihre Mannschaft zum Endspiel um den Aufstiegsplatz nach Oberbayern. Sie sahen zunächst zwei eher defensiv agierene Teams und sehr wenige Torchancen im ersten Abschnitt. Vor allem der EVF konnte nicht viele Offensivszenen aufweisen, während der TEV durch seine Importspieler Kokoska und Slavicek Füssens Torhüter Benedikt Hötzinger zu zwei Glanzparaden zwang. Hatte man am Freitag gegen den SC Riessersee im ersten Abschnitt noch ein halbes Dutzend eigene Chancen vergeben und nach 20 Minuten 0:1 hinten gelegen, so lief es diesmal genau anders herum. 45 Sekunden vor Drittelende war Ron Newhook frei vor dem gegnerischen Tor und markierte mit der ersten nennenswerten Möglichkeit gleich das 0:1.

 

 

Das Mitteldrittel startete wesentlich munterer. Gleich in der ersten Minute wurden Hötzinger und sein Gegenüber Ewert zu Großtaten gezwungen. Danach gab es eine Strafzeit gegen die Gastgeber, die sie zwar überstanden, der EVF war aber immer noch im Angriffsmodus. Tyler Wood konnte bestens frei gespielt zum 0:2 einnetzen. Ein Überzahlspiel brachte Miesbach viele Torschüsse, die aber meistens knapp vorbei segelten. Als dann in der 31. Minute Christoph Gottwald völlig unnötig EVF-Stürmer Thomas Böck in die Bande beförderte, ging es für den TEV-Verteidiger zur verfrühten Dusche. Eine sehr harte, aber auch vertretbare Entscheidung. Das fünfminütige Überzahlspiel konnten die Ostallgäuer nicht nutzen, zweimal Dropmann, Nadeau, Vaitl und Newhook waren nahe dran am dritten Treffer, er fiel aber nicht. Doch auch Miesbach vergab im Anschluss ein Powerplay, erhöhte danach noch einmal den Einsatz. Die Folge waren zwei Strafzeiten in der 40. Minute, die zu unschönen Szenen führten. Als die Unparteiischen nach dem Drittel die Eisfläche Richtung Kabinen verließen, bemühten sich heimische Zuschauer auf unkonventionelle Art, den Unparteiischen Getränke zukommen zu lassen.

 

 


 


 

 

Füssen vergab aber auch diese gute Überzahlmöglichkeit, um in der 41. Minute selbst wieder in Unterzahl zu kommen. Doch hatte es im Powerplay schon nicht geklappt, dann musste eben ein Shorthander her. Markus Vaitl überlief die gegnerische Abwehr und vollendete gekonnt zum 0:3. Es folgte eine bärenstarke Phase des EVF. Samuel Payeur konnte bei seinem unwiderstehlichen Antritt nicht gestoppt werden, sein Pass fand Florian Simon, dieser Tobias Meier – 0:4. Und als Miesbachs letzter Mann die Scheibe an Marius Klein verlor und dieser eiskalt zum 0:5 abschloss, schien die Entscheidung gefallen. Der Füssener Anhang feierte bereits, als Miesbach in einer verrückten Schlussphase zurück schlug. Erneut in Überzahl traf Christian Czaika zum ersten Mal für den TEV. Nur 41 Sekunden später zeigte sich erstmals Liga-Topscorer Bohumil Slavicek treffsicher und verkürzte auf 2:5. Nur dreißg Sekunden später folgte die dritte Strafzeit für die Füssener in diesem Abschnitt, wieder nur sechs Sekunden danach sogar eine völlig überzogene Spieldauerstrafe gegen Lubos Velebny, der seinen Gegenspieler lediglich leicht mit dem Schläger berührt hatte. Diese brenzlige Situation war natürlich ein gefundenes Fressen für die Topscorer der Gastgeber. Erneut Slavicek nutzte die doppelte Überzahl zum 3:5, worauf Füssen eine Auszeit nahm.

 

 

Das brachte etwas Entlastung, als die Scheibe dann aber von einem Füssener Verteidiger aus ins Netz rutschte, schien das Unmögliche greifbar. 4:5 und noch drei Minuten Miesbacher Überzahl. Bei Füssen schwanden nach dem schweren Spiel am Freitag gegen Riessersee auch zusehends die Kräfte. Doch dank eines überragenden Benedikt Hötzinger, der zwei weitere Großchancen entschärfte, konnte diese heikle Phase mit dem „blauen Auge“ Anschlusstor überstanden werden. Und als dann Miesbach seine einzige Strafzeit im letzten Abschnitt hinnehmen musste, nutzten das die Mannen von Andi Becherer diesmal aus. Maximilian Dropmann fälschte den Schuss von Marius Klein zum 4:6 ins Netz, und als der TEV den Torhüter heraus nahm, traf auch noch Markus Vaitl zum Endstand von 4:7. Miesbach gab aber bis zum Ende nicht auf und bestätigte trotz der Niederlage die starke Form.

 

 

Tore

0:1 (20.) Newhook (Vaitl, Velebny/6-5)

0:2 (24.) Wood (Nadeau, Payeur)

0:3 (42.) Vaitl (Krötz/4-5)

0:4 (44.) Meier (Simon, Payeur)

0:5 (45.) Klein

1:5 (48.) Czaika (Gaschke, Feuerreiter/5-4)

2:5 (48.) Slavicek (Kokoska, Fissekis)

3:5 (50.) Slavicek (Stiebinger, Fissekis/5-3)

4:5 (51.) Grabmaier (Slavicek, Kokoska/5-4)

4:6 (55.) Dropmann (Klein, Vaitl/5-4)

4:7 (59.) Vaitl (Wood, Klein/ENG)

 

Strafminuten Miesbach 14 plus 5 plus Spieldauer für Gottwald, Füssen 14 plus 5 für Spieldauer für Velebny

 

Zuschauer 1000

 

 

 

 


 

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