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Tschechien holt zum 22. Mal Bronze – Pastrnak mit Hattrick

 

IIHF - WM 2022 (Finnland/HG) In der rundum erneuerten Nokia Arena von Tampere fand heute Nachmittag das Spiel um die Bronzemedaille der diesjährigen 85. Weltmeisterschaft in Finnland statt. Es kam zum Duell zwischen Tschechien und den USA. Die Tschechen holten sich zuletzt 2011 und 2012 den dritten Platz bei einer WM und wollte auch heuer zumindest mit diesem für sie Minimalziel heimkehren. Die USA ergatterten seit 1996 insgesamt sechs Mal das bronzene Edelmetall und schielten auch in diesem Match auf die Bestätigung ihres guten Abschneidens von 2021 in Riga, als sie die DEB Auswahl im kleinen Finale klar besiegten. Headcoach Quinn trainierte das Team bereits bei Olympia.

 

 

cze bronze 2022
(Foto: Carola-Fabrizia Semino)

 

 


 

Schließlich drehte Tschechien dank eines fulminanten Schlussabschnitts einen zwei Tore Rückstand und gewann am Ende hochverdient und mehr als deutlich mit 8:4 gegen die USA, denen die Kräfte schwanden und dem Offensivfeuerwerk der Tschechen nichts mehr entgegensetzen konnten. Fans und Spieler mussten 10 Jahre warten, bis endlich wieder eine Medaille ergattert wurde. Die Legende Jaromir Jagr meldete sich mit einer Botschaft und zog seinen Hut vor der Mannschaft!

 

Die tschechische Mannschaft hatte gegen den amtierenden Champion Kanada im Halbfinale keine Chance und wollte deswegen unbedingt heute die lang ersehnte Medaille mit nach Hause nehmen. Dostal und Simon waren nicht im Kader und Headcoach Jalonen hatte seine Jungs bestimmt motiviert, in dieser Partie nochmal alles zu geben und die WM mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen. Dank der Ikone Cervenka hatten sie den Top Scorer in ihren Reihen, der mit Pastrnak und Krejci gut harmonierte.

 

Die USA zeigten gegen den Gastgeber Finnland ein couragiertes Spiel und schieden denkbar unglücklich knapp aus, nachdem sie zum Schluss nochmals herankamen und für eine dramatische Schlussphase sorgten. Auf Merrill und Blankenburg musste Headcoach Quinn verzichten, der wiederum auf den unermüdlichen Einsatzwillen seines Top Stars Seth Jones, der 2015 die Bronzemedaille umgehängt bekam, baute und dem ausgeprägten Teamgeist vertraute. Lafferty und Barber stabilisierten wieder die Defensive. Der erst 18-jährige Luke Hughes war schon das dritte Familienmitglied, das unter den Top sieben gedraftet wurde – Chapeau!

 

US-Boys anfangs treffsicherer, Tschechien verkürzt und kassiert späten Shorthander

 

Man war gespannt darauf, wie beide Teams die kurze Regenerationszeit bewältigen würden. Team USA war jünger und hatte in dieser Hinsicht wohl einen kleinen Vorteil, auch wenn sie nur mit vier gelernten Defendern antraten, die nicht wie sonst gewohnt, die Offensive unterstützen konnten. Mit einer exzellenten Fangquote von 94 % hatten die US-Boys einen starken Goalie im Kasten, der mit seinem Bosten Bruins sogar Rookie des Monats wurde. Nach anfänglicher Druckphase der Tschechen gab es beim 2 auf 1 Konter der USA eine erste Top Chance. Die US-Boys fokussierten sich in diesem Do or Die Game auf die neutrale Zone und hatten nur einen Forechecker, der den tschechischen Aufbau störte. Blumel war ein emsiger Aktivposten und beide Teams tasteten sich in einem fairen Spiel noch ab.

 

Der Eiszeitkönig Jones packte dann den Rückhandschuss aus. Tschechien war zwar optisch überlegen, doch Team USA erzielte in der 10. Spielminute die Führung durch Kuhlman, der einen Rebound verwertete. Im Powerplay rangierten die US-Boys nur auf Platz 13 von allen Teilnehmern, doch in der 13. Spielminute wurde im fast identischen Set Play wie beim späten Anschlusstreffer gegen Finnland Tor Nummer zwei markiert. Gaudette jubelte über diesen Husarenstreich und Blumel vergab die nächste tolle Chance für Tschechien. Der 18-jährige Hughes visierte die Latte an; der zwei Tore Vorsprung war durchaus verdient, doch Cernoch verkürzte in der 16. Minute und es keimte wieder Hoffnung auf beim 12-maligen Champion, der nun Morgenluft witterte mit seiner Top Reihe. 

 

Zum, aus tschechischer Sicht denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, noch dazu in Überzahl, gelang der USA ein Shorthander durch Kuhlman 13 Sekunden vor der Sirene. Die Ikonen Cervenka und Pastrnak waren dabei nicht in der Lage vor Vejmelka das Unheil zu vermeiden, eigentlich nicht deren Kernkompetenz als Stürmer. Schon wieder so ein Nackenschlag für die Jungs um Jalonen. Ein cooler Kuhlman schnürte somit seinen Doppelpack.

 

Erzwungener Anschlusstreffer für Tschechien

 

Jalonen beorderte Langhamer in den Kasten, um wohl ein Zeichen zu setzen, auch wenn es bei diesem Spielstand ungewöhnlich erschien. Die restliche Powerplayzeit verpuffte wirkungslos. Die Partie wurde nun zusehends körperbetonter, zumal auch viel auf dem Spiel stand. Den Tschechen fehlte erneut das Scheibenglück und es wurden zu wenig Rebounds erzwungen. Die Osteuropäer hatten immer noch am Shorthander zu knabbern und bissen sich weitgehend fest an der guten Defensive der USA.

 

Endlich klappte es in der 33. Spielminute mit dem tschechischen Anschlusstreffer in Person von Smejkal, der einen Abpraller einnetzte. Die Passivität der US-Boys wurde letztlich bestraft, aber sie schüttelten sich nur kurz, bevor sie ihre Offensive wieder ankurbelten. Die Begegnung nahm nun Fahrt auf und der quirlige Blumel setzte Akzente. Mehr Engagement und Spielwitz war Team Tschechien klar anzumerken und die Amerikaner wirkten etwas müde. Trotzdem war Tschechien dem Ausgleich momentan sehr nah, auch wenn Langhamer mit der Schulter abwehren musste. Spannung und Taktik prägten die Partie immer mehr, und es versprach ein hochinteressantes Schlussdrittel zu werden.

 

Torfestival im Schlussabschnitt: Tschechien wie verwandelt aus der Kabine

 

Tschechien war obenauf und musste da weitermachen, wo sie im Mittelabschnitt aufhörten. Gesagt, getan, der Traumstart war geschafft: nach nur 51 Sekunden glich Pastrnak früh aus dank eines genialen Schusses durch die Beine eines Verteidigers und die Fanghandseite von Swayman. Das Momentum lag nun eindeutig auf Seiten der Tschechen, die mental voll bei der Sache waren. Das war der Weckruf zum richtigen Zeitpunkt. Was war jetzt los? Direkt vom Bully weg hämmerte Oldie Cervenka die Scheibe unhaltbar ins Netz. Es vergingen nur 98 Sekunden zwischen diesen beiden Toren. Jalonen veränderte die Reihen: er nahm Pastrnak aus der ersten Formation und tauschte Blumel. Dieser Schachzug hatte voll eingeschlagen und Tschechien agierte wie verwandelt auf dem Eis.

 

Und wieder nur eine knappe Minute später markierte Superstar Pastrnak den fünften Treffer für seine Farben. Kurz zuvor war ihm noch das Gestänge im Weg. Binnen sage und schreibe 2,46 Minuten drehten die Tschechen komplett diese Partie und sie zauberten mittlerweile wie in besten Zeiten. Ein Torschussverhältnis von 9 zu 2 in den ersten 7 Minuten sprach Bände. Es war nun auch eine völlig andere Körpersprache bei den Tschechen und die US-Boys waren frustriert, was in einer unnötigen vier Minuten Strafe mündete, welche jedoch nicht mit höchster Konzentration von Tschechien ausgenutzt wurde. Zumindest wurde viel Zeit von der Uhr genommen und in Unterzahl gelang den Tschechen nun auch der Shorthander durch Kampf in der 55. Spielminute.

 

Bis dato demonstrierte Tschechien ein bärenstarkes Drittel, vielleicht sogar das Beste seit vielen Jahren. Team USA versuchte das Miracle ohne Goalie zu erzwingen, doch Kampf schnürt ebenso seinen Doppelpack, seine beiden ersten Toren im gesamten Turnier. Bordeleau betrieb noch Ergebniskosmetik mit dem vierten Treffer in der 59. Spielminute. Pastrnak gelang kurz vor Schluss noch sein Hattrick am heutigen Nachmittag. Wow, was für ein Spektakel von Tschechien im Schlussabschnitt, das verdient höchste Anerkennung. Es wurde wieder tschechische Eishockey aufs Parkett gezaubert. Die Erleichterung nach acht Jahren Durststrecke bei einer WM war der gesamten Organisation anzumerken. Langhamer wurde am Schluss geehrt, was ihn in seinem Wohnzimmer sehr freute, da er in Tampere unter Vertrag steht. Doppeltorschütze Kuhlman war bei USA bester Akteur.

 

 

cze bronze 2022 2

 

(Foto: Carola-Fabrizia Semino)

 

Sonntag, 29. Mai 2022

Tschechien - USA 8:4 (1:3|1:0|6:1)


Tore:

 

0:1 |10| Kuhlman (Meyers, Peeke)

0:2 |13| Gaudette (Boldy, Tynan) PP1

1:2 |16| Cernoch (Flek, Stransky)

1:3 |20| Kuhlman (Schmidt, Lafferty) SH1

2:3 |33| Smejkal (Sklenicka, Kundratek)

3:3 |41| Pastrnak (Hertl, Zahorna)

4:3 |43| Cervenka (Krejci)

5:3 |44| Pastrnak (Jordan, Hertl)

6:3 |55| Kampf (Smejkal) SH1

7:3 |55| Kampf (Simek)

7:4 |59| Bordeleau (Watson, Hayden)

8:4 |60| Pastrnak (Hertl, Cervenka) PP1

Zuschauer: 9.737

Best Player of the game:
Tschechien: Langhamer (GC)
USA: Kuhlman          

 

Hauptschiedsrichter:  Heikkinen (FIN)  / Lawrence (CAN)

 

Statistik:

1. Drittel Statistik:      6:8 Schüsse, 17:11 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:2

2. Drittel Statistik:      9:9 Schüsse, 6:8 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:0

3. Drittel Statistik:     18:7 Schüsse, 13:14 gewonnene Bullys, Strafminuten: 2:6

 

Aufstellung:

 

Tschechien: Vejmelka/Langhamer, Hronek, Kempny, Pastrnak, Krejci, Cervenka, Kundratek, Scotka, Zohorna, Hertl, Blumel, Sklenicka, Simek, Vrana, Kampf, Smejkal, Jordan, Stransky, Cernoch, Flek.

 

USA: Swayman, Jones, Hughes, Boldy, Hartman, Galchenyuk, Peeke, Schmidt, Bellows, Tynan, Gaudette, Barber, Lafferty, Kuhlman, Meyers, Farrell, Watson, Lettieri, Hayden.

 


 



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The International Ice Hockey Federation (IIHF; French: Fédération internationale de hockey sur glace; German: Internationale Eishockey-Föderation) is a worldwide governing body for ice hockey and in-line hockey. It is based in Zurich, Switzerland, and has 81 member countries.

 

 

Weitere interessante Links:

www.deutschlandcup.de - Alle Informationen über den Eishockey Deutschland Cup seit 1987.

www.eishockey-deutschland.info - Alle Eishockey Weltmeisterschaften, Olympische Spiele seit 1910.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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