DEL - Straubing Tigers enttäuschen ihre Fans erneut - Düsseldorf nimmt zwei Punkte beim 2:3 n.P. mit

straubing deg 27112016

 

(DEL/Straubing) (MA) Es sieht nach einer schweren Beziehungskrise zwischen Fans und Mannschaft aus in Straubing. Wieder einmal konnten die Tigers aus ihrer anfänglichen Überlegenheit und einem zwei Tore Vorsprung die nötigen Punkte nicht einheimsen. Die Bilanz gegen vermeintliche direkte Konkurrenten sieht ebenfalls sehr düster aus. Von möglichen 21 Punkten konnte man lediglich fünf holen. Das sollte zu denken geben.

 


Kaum wurde das Spiel von den Schiedsrichtern Oswald und Schukies gestartet, legten die Tigers den Turbo ein und rannten permanent auf das Tor der Gäste. Goalie Mathias Niederberger sollte in den ersten zwanzig Minuten mächtig ins Schwitzen kommen. Connolly und Timmins vergaben die ersten Möglichkeiten. Bei Düsseldorf klappte wenig. Gefahr konnten sie nur dann ausstrahlen, wenn die Tigers zu nachlässig agierten. Bei der ersten Überzahl waren die Tigers gleich erfolgreich. Scott Timmins (7.) verwertete den Puck im Slot und brachte sein Team mit 1:0 in Führung.

 

 

In der Folge bauten die Straubinger ihre Dominanz weiter aus. Selbst als Yeo auf der Strafbank platz nehmen musste und die Tigers mit einem Mann weniger auf dem Eis standen, kamen sie zu Großchancen. Bei einem schnellen Break vergab Connolly noch, doch nur Sekunden später bei einem erneuten Gegenangriff behielt Sullivan den Überblick und setzte den völlig frei stehenden Mike Hedden in Szene. Der brauchte nur noch die Kelle zum 2:0 (14.) hinhalten. Gäste Coach Kreutzer reagierte, nahm eine Auszeit die aber an der Dynamik des Spiels der Straubinger nichts änderte. Gut und gerne hätten die Tigers nach dem ersten Abschnitt noch zwei Tore mehr erzielen können ohne dass sich jemand hätte beschweren können.

 

 


Im Mitteldrittel änderte sich das Bild schnell. Die Rheinländer trauten sich mehr zu, setzten die Tigers unter Druck. Christof Kreutzer fand wohl die richtigen Worte in der Drittelpause: "Wenn ich dem Team nur mit Taktik gekommen wäre, hätten wir das Spiel heute nicht gewonnen. Ich habe die Mannschaft schon bei der Moral und den Kampfgeist gepackt." Die Tigers hatten auf einmal Probleme mit dem Spielaufbau was immer wieder zu schnellen Gegenangriffen der Gäste führte. Einen davon konnte Alexej Dimitriev (28.) zum 2:1 Anschluss nutzen. Pätzold konnte den Schuss nur prallen lassen und dann war es für den Aussenstürmer keine große Sache mehr, den Puck über die Linie zu schieben.

 

 

Ab Mitte des Spiels wurde es immer mehr ein offener Schlagabtausch. Die Tigers hätten auch treffen können, jedoch spielten sie ihre Angriffe nicht konsequent genug zu Ende, was auch Coach Larry Mitchell kritisierte:"In manchen Szenen waren wir heute zu zögerlich und haben nicht einmal aufs Tor geschossen, als es eine Gelegenheit dazu gab." Glück hatte dann Gäste-Verteidiger Bernhard Ebner der bei einem Check gegen den Kopf von Tim Miller nur 2 + 10 Minuten ausgesprochen bekam. Die Fans auf den Rängen wurden zunehmends unruhiger. Weiß man doch ganz genau das die Tigers in der Lage sind einen zwei Tore Vorsprung auch zu verspielen. So wechselte man ein letztes mal die Seiten.

 

 



 


Im letzten Abschnitt sank das Niveau deutlich, wobei man beide Torhüter davon ausschließen muss. Pätzold wie auch Niederberger zeigten eine sehr gute Leistung über die volle Distanz. Um nicht lehr auszugehen musste die DEG zum Ausgleich kommen. Dies gelang ihnen auch durch Manuel Strodel (52.) der vor Pätzold zuerst vergab, dann aber die zweite Möglichkeit zum 2:2 nutzen konnte. Bis auf die ca. 50 mitgereisten Fans aus Düsseldorf war der Rest im Stadion bedient. Mit hämischen Beifall skandierten die Anhänger beider Lager das Spiel. Von "Oh wie ist das Schön" bis "Wir haben die Schnauze voll" war alles dabei. Die Entscheidung fiel auch nicht in der Verlängerung, obwohl Daniel Weiß sogar einmal nur die Latte im Weg war. Im Penaltyschiessen konnte nur Rob Collins treffen und besiegelte somit die Niederlage für die Tigers.

 


Nach diesem erneuten Rückschlag für die Tigers dürfte es keine allzu besinnliche Zeit werden. Es kann auch keine Entschludigung sein, dass man auf Brandl, Röthke und Madaisky verletzungsbedingt in nächster Zeit verzichten muss. Die Spieler die heute auf dem Eis standen hatten alle Chancen das Spiel für sich zu entscheiden. Schön langsam scheint der Punkt zu kommen, bei dem sich die verantwortlichen Sorgen machen müssen ob man so die gesetzten Ziele erreicht. Mit Leistungen wie diesen wird es auch schwer werden die 4.000er Marke an Zuschauern in Zukunft zu erreichen. Das die Fans über die Ausbeute der letzten Wochen unzufrieden sind, kann sicherlich jeder nachvollziehen.

 


Spiel vom 27.11.2016


Straubing Tigers - Düsseldorfer EG 2:3 n.P. (2:0|0:1|0:1|0:0|0:1)

 

Tore:
1:0 |7. |Scott Timmins (Connolly, Whitmore) PP 1
2:0 |14.|Mike Hedden (Sullivan, Zalewski) SH 1
2:1 |28.|Alexej Dimitriev (Kammerer, Davis)
2:2 |52.|Manuel Strodel (Milley, Weiß)
2:3 |65.|Rob Collins

Zuschauer:
3.800

 

 

Aufstellung:

 

Straubing Tigers:

Pätzold - Edwards, Yeo; Cornell, Sullivan; Renner, Jobke; Bettauer - Mitchell, Zalewski, Hedden; Williams, Connolly,
Schönberger; Whitmore, Timmins, Miller; Oblinger, Loibl, Hartl

 

 

Düsseldorfer EG:

Niederberger - Brandt, Ebner; Conboy, Davis; Nowak, Schüle; Preibisch - Bowman, Barta, Yip; Dimitriev, Collins,
Kammerer; Courchane, Lewandowski, Minard; Milley, Weiß, Strodel



(Foto Birgit Häfner)


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