Eisbären Berlin

In Berlin wurde 1950 die Sportgemeinschaft Deutsche Volkspolizei (SG DVP) gegründet und im Jahr 1952 in SG Dynamo Berlin umbenannt. Durch einen Befehl „von oben“ wurde dieser Verein zwangsweise aufgelöst. Die Bezeichnung SG wurde durch Beschluss der Parteiführung in SC (Sportclub) geändert, so dass der Vorgänger der Berliner Eisbären ab 1953 SC Dynamo Berlin hieß.

Die erste von insgesamt 15 DDR Meisterschaften konnte in der Saison 1965/1966 gewonnen werden. Die Meisterschaft wurde durch vier Mannschaften (ASK Vorwärts Crimmitschau, TSC Berlin, SG Dynamo Weißwasser und SC Dynamo Berlin) in vier Turnieren ausgespielt.

In den Folgejahren 1966 – 1969 spielte der SC Dynamo Berlin jeweils im Europacup und konnte einmal das Halbfinale und einmal das Viertelfinale erreichen.

Durch Beschluss der DDR Staatsführung wurden im Jahr 1970 alle Eishockeyclubs bis auf Weißwasser und Berlin aufgelöst.
Somit spielten die beiden Teams SG Dynamo Weißwasser und SC Dynamo Berlin bis 1990 in der kleinsten Liga der Welt. Es folgte der Gewinn von weiteren 12. DDR Meisterschaften für SC Dynamo Berlin.

Am 21. März 1990 wurde die Eishockeyabteilung vom SC Dynamo Berlin mit dem Namen EHC Dynamo Berlin e.V. ausgegliedert. Zu diesem Zeitpunkt war das Vereinslogo bereits mit einem Bärenkopf ausgestattet.

Nach der Wende durften auf Entscheidung der Vertreter der 1. Bundesliga die beiden Ost-Vereine Dynamo Weißwasser und SC EHC Dynamo Berlin in der höchsten gesamtdeutschen Spielklasse teilnehmen.
Durch den neuen Spielmodus mit zwei Spielen am Wochenende konnten die Berliner um Ihren Trainer Hartmut Nickel und seinen Nachfolgern Lorenz Funk sen. und Gerhard Kießling den Abstieg in die 2. Eishockey Bundesliga nicht verhindern.

Nach dem Wiederaufstieg 1992 in die 1. Eishockey Bundesliga wurde der Verein in EHC Eisbären Berlin e.V. umbenannt. Nach Gründung der DEL im Jahr 1994 sollte es mit den Eisbären sportlich ganz nach oben gehen.

Die Anschütz Entertainment Group stieg im Jahr 1999 als Alleingesellschafter in den Club ein und mussten erstmal die aufgelaufenen Schulden von ca. 16 Mio. D-Mark ausgleichen. Bis zur Saison 2003/2004 konnten die Berliner insgesamt 4x das Halbfinale der DEL erreichen und wurden zwei Mal im Finale geschlagen.

Durch den NHL Lock-Out 2004/2005 verstärkten sich die Eisbären mit Olaf Kölzig, Erik Cole und Nathan Dempsey und konnten die erste DEL-Meisterschaft mit einem Sweep von 3-0 Spielen im Finale gegen Mannheim gewinnen.

Auch im Folgejahr konnten die Berliner das DEL-Finale gegen Düsseldorf mit einem Sweep für sich entscheiden und feierten die zweite DEL-Meisterschaft.
Im Jahr 2007 war jedoch im Pre-Playoff erstmal Schluss.

Die Saison 2007/2008 war durch Top-Spieler wie Steve Walker (85 Scorerpunkte) und Deren Quint geprägt. Florian Busch erzielte im vierten Finale in der Overtime den entscheidenden Treffer zum Gewinn der dritten DEL-Meisterschaft.
Im gleichen Jahr konnte mit dem Gewinn des DEL-Pokals sogar das Double nach Berlin geholt werden.  

Im Jahr 2008 wurde die O2-World mit 14.000 Zuschauern als bislang modernstes Eishockey-Stadion in Europa eingeweiht und der legendäre "Welli" - Wellenblechpalast verlassen.

Trotz Anlaufschwierigkeiten in der Saison 2008/2009 und dem frühen Ausscheiden im DEL-Pokal erreichten die Eisbären erneut das Finale und bezwangen die DEG Metro Stars in vier Spielen und feierten ihren vierten DEL-Titel.

Eindrucksvoll und vorbildlich ist die Nachwuchsarbeit der Berliner.
Aus den Nachwuchsmannschaften sind zahlreiche deutsche Nationalspieler hervorgegangen.

Zu den Identifikationsfiguren und Publikumslieblingen gehören das Berliner Urgestein Sven Felski, der Hooligan Stefan Ustdorf und Hartmut Nickel, der an dem Gewinn von allen Titeln (DDR + DEL) in Berlin beteiligt gewesen ist.

Seit der Saison 2009/2010 spielt sogar mit Jeff Friesen ein 977 facher NHL Spieler und Stanley Cup Gewinner in den Reihen der Berliner. Doch trotz einer dominierten Hauptrunde die als Tabellenerster mit über 100 Punkte abgeschlossen worden ist kam das überraschende Aus gegen eine Jahrhundert Leistung der Augsburger Panther.

Dafür verlief die Saison 2010/2011 um einiges besser. Mit einem verstärkten Kader um die Rückkehrer Denis Pederson und Steve Walker wurde man souverän zum 5 Mal Deutscher Meister.

Durch den 3.NHL-Lockut 2012/2013 lotste man wieder 2 NHL-Stars nach Berlin, die mächtig einschlugen. Mit den Stürmern Claude Giroux (Drittbester Scorer der NHL 11/12) sowie Daniel Brière, beide aus Philadelphia, hatten die Berliner gleich 2 Publikumslieblinge, die nicht nur fast jedes Spiel punkteten, sondern mit ihrer Spielart nicht nur die Berliner Herzen schneller schlagen ließen. Dennoch gab es ein Wehrmutstropfen in Berlin. Das Urgestein des "Ost-Berliner-Eishockeys" Sven "Felle" Felski musste wegen einer Knieverletzung nach 18 Jahern DEL sowie insgesamt 23 Jahren aktiver Spieler bei den Berliner Eisbären seine Schlittschuhe an den Nagel hängen. Seine legendäre "Nummer 11" wurde nicht mehr vergeben.

EHC Eisbären Berlin


Stadion
O² World Berlin

14.500 Plätze - 12.500 Sitzplätze

Baujahr : 2008


Erfolge
Ost-Deutscher Meister 1966, 1967, 1968, 1976, 1977, 1978, 1979, 1980, 1982, 1983, 1984, 1985
1986, 1987, 1988

DEL Meister 2005, 2006, 2008, 2009, 2011, 2012, 2013

Pokalsieger 2008

European Trophy 2010

Hauptgesellschafter
Philipp F.Anschütz  Entertainment Group AG (100 %)
Geschäftsführer
Peter John Lee, Billy Flinn

Hauptsponsoren
GASAG; GSW, DKB, Dr. B Scheffler, HOWOGE, RAMADA, NCC, DWB-Bau,


Vereinsfarben
blau, weiss

NHL Erfahrung
8 Spieler / 1360 Spiele
Maskottchen
01 Bully / 1/2 Bully Bambini
Nachwuchs
Eisbären Juniors (DNL)
OSC Eisladies Berlin (DFEL)

 

gesperrte Trikotnummern :

5 (Dieter Frenzel)

6 (Jens Ziesche)

11 (Sven Felski)

19 (Mark Beaufait)

27 (Steve Walker)

80 (Robert Müller)

 

1.DEL-Spiel :

Freitag, den 16.09.1994

EHC Eisbären Berlin-Düsseldorfer EG 0:4



bisherige Logos der EHC Eisbären Berlin :

 

Der Kader 2012 / 2013



Der Trainer: Donald-Clinton Jackson, geb.: 02.09.1956 in Minneapolis, Minnesota/USA


 

Pos. Nr. Name, Vorname Nation Geb.-Datum Geburtsort im Verein seit NHL-Spiele
Torhüter:






GKL 1 Lehr, Philip (FL) 03.06.1993 Berlin neu ---
GKL 25 Elwing, Sebastian 05.03.1980 Berlin neu ---
GKL 31 Gräubig, Dominik (FL) 14.01.1986 Wolfratshausen neu ---
GKL 72 Zepp, Robert 07.08.1991 Newmarket 2007 ---








Verteidiger:






RD 3 Sharrow, James 31.01.1985 Framington 2010 ---
RD 4 Haase, Hendrik (FL) 25.06.1993 Berlin 2011 ---
LD 7 Hördler, Frank 26.01.1985 Bad Muskau 2003 ---
RD 10 Caldwell, Ryan 15.06.1983 Brandon neu 4
RD 16 Schlenker, Vincent (FL) 17.12.1992 Schwenningen 2011 ---
LD 21 Bielke, Dominik (FL) 23.10.1990 Berlin 2008 ---
LD 28 Baxmann, Jens 24.03.1985 Wernigerode 2003 ---
LD 71 Katic, Mark 09.05.1989 Porcupine neu 11
RD 88 Faber, Maximilian (FL) 18.05.1993 Hagen neu ---
RD 90 Braun, Constantin 11.03.1988 Lampertheim 2005 ---








Stürmer:






LW 6 Supis, Thomas (FL) 21.01.1992 Schwenningen 2011 ---
CE 9 Arniel, James 16.11.1989 Kingston neu 1
RW 12 Braun, Laurin 18.02.1991 Lampertheim 2007 ---
RW 15 Mulock, Travis-James 25.06.1985 Langley 2009 ---
RW 22 Tallackson, Barry 14.04.1983 Grafton 2011 20
CE 23 Locke, Corey 08.05.1984 Toronto neu 9
LW 24 Rankel, André 27.08.1985 Berlin 2003 ---
CE 26 Busch, Florian 02.01.1985 Tegernsee 2003 ---
CE 28 Giroux, Claude #
12.01.1988 Hearst neu 336
CE 40 Olver, Darin 02.05.1985 Burnaby 2011 ---
CE 48 Talbot, Julian 24.03.1985 Wahnapitae 2011 ---
RW 50 Kapitzky, Christoph (FL) 26.06.1994 Nürnberg neu ---
RW 51 Koslowski, John (FL) 16.09.1994 Berlin neu ---
RW 52 Ziegler, Sven (FL) 31.07.1994 Nürnberg neu ---
RW 53 Schlenker, Jonas (FL) 11.10.1994 Schwenningen neu ---
LW 57 Weiß, Daniel # 22.02.1990 Titisee-Neustadt 2007 ---
CE 60 Christensen, Mads 02.04.1987 Herning 2010 ---
CE 62 Mulock, Tyson 20.01.1983 North Delta 2007 ---
RW 83 Foy, Matthew 18.05.1983 Oakville neu 57
CE 84 Briére, Daniel #
06.10.1977 Gatineau neu 922









(#): nicht mehr im Kader




 

Seit 1994 spielen die Eisbären Berlin in der DEL und erzielen folgenden Platzierungen:

Saison Liga Plazierung Tore Punkte Play-Off Trainer Zuschauerschnitt
1994/95 DEL 17. 136:229 22 --- Jaroslav Walter/Joachim Ziesche 3.058
1995/96 DEL 17. 125:236 27 --- Helmut Bauer/Billy Flynn 3.001
1996/97 DEL 4. 177:163 57 Halbfinale Ronald Kennedy 4.025
1997/98 DEL 1. 179:139 61 Finale Ronald Kennedy/John-Peter Lee 4.362
1998/99 DEL 2. 210:163 91 Halbfinale John-Peter Lee 4.174
1999/00 DEL 13. 181:193 70 --- John-Peter Lee/Kent Forsberg 3.673
2000/01 DEL 13. 192:221 73 --- Glen Williamson/Ulrich Egen 3.685
2001/02 DEL 7. 177:166 92 Viertelfinale Ulrich Egen/Pierre Pagé 4.223
2002/03 DEL 1. 188:134 109 Halbfinale Pierre Pagé 4.869
2003/04 DEL 1. 171:136 103 Finale Pierre Pagé 4.556
2004/05 DEL 2. 166:141 101 Meister Pierre Pagé 4.473
2005/06 DEL 1. 181:142 100 Meister Pierre Pagé 4.346
2006/07 DEL 9. 171:157 77 Pre Play-Off Pierre Pagé 4.494
2007/08 DEL 2. 231:165 113 Meister Donald-Clinton Jackson 4.605
2008/09 DEL 1. 214:143 105 Meister Donald-Clinton Jackson 13.809
2009/10 DEL 1. 209:156 123 Viertelfinale Donald-Clinton Jackson 14.061
2010/11 DEL 3. 161:138 90 Meister Donald-Clinton Jackson 13.974
2011/12 DEL 1. 171:140 95 Meister Donald-Clinton Jackson 14.090
2012/13 DEL 4. 180:152 85 Meister Donald-Clinton Jackson 14.018

Die Eisbären Berlin spielten seit der Saison 2008/2009 in der O²-World Berlin (14.500 Plätze)



Rekordspieler (Stand 09/2012)

1. Sven Felski 927
2. Steve Walker 594
3. Rob Leask 533
4. Jens Baxmann
494
5. Florian Busch
489



Fanclubs der Berliner Eisbären:






 

 


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